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Lokales Leipziger Firma gewinnt Goldenen Delfin für besten Wirtschaftsfilm
Leipzig Lokales Leipziger Firma gewinnt Goldenen Delfin für besten Wirtschaftsfilm
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19:01 30.09.2018
Dieser fünf Kilo schwere „Goldene Delfin“ geht an die Leipziger Filmproduktionsfirma Commlab. Quelle: privat
Leipzig

Einmal beim Filmfestival in Cannes strahlender Sieger sein – davon träumen wohl alle Filmemacher. Der Leipziger Firma Commlab ist es jetzt gelungen: Sie hat für ihren Dokumentarfilm „Original Bitterfeld – Ein Tag von 125 Jahren“ in der südfranzösischen Filmmetropole den Goldenen Delfin gewonnen. Die Preisverleihung war in ein zweitägiges Programm eingebettet und fand während eines festlichen Galadinners statt. Austragungsort war die Veranstaltungslocation „Palm Beach“ direkt am Strand der Côte d’ Azur.

Jubelnd vom Tisch aufgesprungen

„Das Publikum kam aus 43 Nationen. Wir wussten zwar, dass wir einen Preis gewinnen, aber nicht, welchen“, erzählt Firmengründer und Inhaber Sándor Mohácsi (38). Der Leipziger Produzent saß mit seinem Regisseur Marcus Hansmann im Saal. „Als unsere Namen aufgerufen wurden, sprangen wir vom Tisch auf. Es gab viel Beifall. Ausschnitte aus unserem Film wurden auch im Eröffnungsfilm zur Preisverleihung gezeigt.“

Filmproduzent Sándor Mohácsi (links) und Regisseur Marcus Hansmann auf dem Empfang zur Preisverleihung in Cannes. Quelle: privat

Nach der vierstündigen Verleihung, die erst nach Mitternacht endete, ging die Nacht noch lange weiter – bis vier Uhr morgens wurde Party gefeiert. Die Sieger-Trophäe, ein goldfarbener Delfin auf einer Marmorplatte, ist fünf Kilo schwer. Sie soll künftig im Büro der Leipziger Zehn-Mann-Firma in der Industriestraße stehen. „Nun wollen wir mit dem Film auch in die Kinos“, erklärt Sándor Mohácsi.

Andere Sicht auf Chemieregion

Der 75-minütige Dokumentarfilm „Original Bitterfeld – Ein Tag von 125 Jahren“ ist im Juni fertig geworden. Er vermittelt eine neue Sicht auf die Chemieregion Bitterfeld-Wolfen, die vor 125 Jahren von drei Firmen gegründet wurde, und ihre Transformationsprozesse bis in die Gegenwart. Hauptfiguren sind Jürgen Ohme, Lokführer bei der Regionalbahn Berlin Bitterfeld, und Michael Pratsch, Wachmann im zentralen Sicherheitsdienst. Der Zuschauer sieht, wie Milliarden von Aspirin-Tabletten für die ganze Welt produziert werden, auf welch bescheidene, aber durchaus erfolgreiche Weise ORWO die Herstellung von Filmmaterial fortsetzt, wie Aroma- und Duftstoffe von einem Familienunternehmen entwickelt und zusammengebraut werden oder wo der Grundstoff des Internet, nämlich hochreines Quarzglas, hergestellt wird. In Auftrag gegeben wurde der Film vom Chemiepark Bitterfeld-Wolfen.

Die Filmproduktionsfirma Commlab aus Leipzig gewinnt den Filmpreis "Cannes Corporate" in der Kategorie Dokumentarfilm Wirtschaft. Quelle: privat

Wettbewerb der weltbesten Wirtschaftsfilme

Die Leipziger Firma Commlab hat sich auf Unternehmenskommunikation spezialisiert. Sie arbeitet für BMW genauso wie fürs Bundeskanzleramt, für die Stadt Leipzig oder für mittelständische Unternehmen, und hat auch schon wichtige Preise gewonnen. Cannes ist alljährlich Gastgeber für verschiedene Filmfestivals – in diesem Fall handelt es sich um die Cannes Corporate Media & TV Awards. Dabei werden die weltbesten Wirtschaftsfilme, Online-Medien, Dokumentationen und Reportagen gekürt. Mehr als 1000 Streifen waren in diesem Jahr für die verschiedenen Kategorien eingereicht worden. Die Leipziger haben in der Kategorie „Dokumentarfilm Wirtschaft“ gewonnen.

Von Kerstin Decker

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