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Lokales Leipziger Firma erwirbt alte Propsteikirche
Leipzig Lokales Leipziger Firma erwirbt alte Propsteikirche
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09:13 22.08.2017
Die alte Propsteikirche in der Emil-Fuchs-Straße  Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

 Rätselraten um den Käufer der ehemaligen Propsteikirche am Rosental: Gestern sickerte durch, dass ein eher kleines Immobilien-Unternehmen aus Leipzig das 5000 Quadratmeter große Grundstück mit dem 1982 errichteten Gotteshaus erworben hat. Nach LVZ-Informationen soll der Preis im siebenstelligen Bereich gelegen haben. Wie berichtet, floss die Summe in der Vorwoche, wodurch ein im Oktober 2016 geschlossener Kaufvertrag nun wirksam wurde. Im citynah gelegenen Büro des neuen Eigentümers war am Montagabend niemand mehr zu erreichen, sodass eine Bestätigung des Erwerbs nicht erfolgen konnte.

Wegen einer Verschwiegenheitsklausel im Kaufvertrag wollte sich Propst Gregor Giele bislang nicht zum Preis oder zum Namen des Käufers äußern. Im Gottesdienst am Sonntag wurde die Gemeinde informiert, dass sie jetzt endgültig von ihrer früheren Heimstatt Abschied nehmen müsse. Durch die schon erfolgte Auslagerung und Sicherung der Kunstwerke von Achim Kühn sei der Weg für einen Abriss des denkmalgeschützten Kirchenbaus frei, erklärte die Katholische Propsteipfarrei in einer Pressemitteilung. Letzteres ist bei Fachleuten jedoch umstritten. Leipzigs Stadtverwaltung will sich erst heute zu diesem Punkt äußern.
 

Von Jens Rometsch

Fotos: Entwidmung der alten Propsteikirche

Leipzig. Die alte Leipziger Propsteikirche ist am Sonntag entweiht worden. Am Ende eines letzten Gottesdienstes wurde das ewige Licht in dem katholischen Gotteshaus gelöscht. „Jetzt ist es nach Kirchenrecht ein ganz normales Haus. Aber es bleibt ein emotional aufgeladener Ort“, sagte Propst Gregor Giele. Die Gemeinde wird am nächsten Wochenende in ihre neu gebaute Kirche im Zentrum Leipzigs in die Nonnenmühlgasse einziehen.

Historische Fotos von der Propsteikirche

Leipzig. Fünf Wochen vor der Einweihung der neuen Propsteikirche in Leipzig hat sich ein Statikproblem ergeben. Bei einem Schwingungstest für die Glocken habe sich gezeigt, dass der Kirchturm den Schwingungen der kleinsten der sechs Glocken nicht standhalte, sagte Pfarrer Gregor Giele am Dienstag. „Es ist leider Ernst. Es ist kein Aprilscherz.“
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