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Lokales Leipziger Fischwelt erzählt Angler-Latein
Leipzig Lokales Leipziger Fischwelt erzählt Angler-Latein
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14:49 23.02.2018
Im Unterwasserraum zeigt auch ohne Tauchkurs die Tiefen eines Sees, in dem sich 300 Fische von 21 Arten tummeln.
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Leipzig

 Seit 15 Jahren hat Matthias Kopp dieses Projekt vor seinem geistigen Auge. Jetzt wird es wahr! In der lange Zeit leer stehenden Wellpappen-Halle von Hugo Aurich wimmelt es nur so von fleißigen Helfern: Vereinspräsident Rolf Seidel hebt letzte Glasplatten ein, Malerin Charis Werner setzt die letzten Pinselstriche, ein kräftiges Quartett bohrt eine Leinwand fest, auf der in Kürze die Mulde plätschern wird...

Am Donnerstag ist großer Bahnhof für die „Leipziger Fischwelt“. Nachdem die politische und gesellschaftliche Prominenz das neue Bildungs- und Informationszentrum für Angeln, Fische und Gewässer in Augenschein genommen hat, werden am Sonntag auch alle anderen Besucher in der Engelsdorfer Straße 377 willkommen geheißen. Eingeladen ist jedermann, der sich für die heimischen Gewässer und ihre Bewohner interessiert. „Und das sind gewiss weit mehr Leute als unsere immerhin 13.000 Mitglieder hier in Leipzig“, sagt Friedrich Richter, Präsident des Landesverbandes Sächsischer Angler.

Was da in der ausgedienten Halle neben der Geschäftsstelle des Regionalverbandes Leipzig mit Fördermitteln des Freistaats Sachsen in den zurückliegenden Wochen und Monaten entstanden ist, suche nicht nur in Mitteldeutschland seinesgleichen, betont Richter. Als Interessenvertreter für die sächsischen Angler sei der Landesverband mit mehr als 42.000 Mitgliedern, darunter etwa 400 Kinder und Jugendliche, bemüht, das Bild des Petrijüngers in der Öffentlichkeit weiter zu verbessern. „Wir gehen nicht nur zum Angeln, sondern pflegen und hegen die Fischbestände, investieren in die Infrastruktur an den Gewässern, unterstützen Artenschutzmaßnahmen, kümmern uns um die Sauberkeit und Unterhaltung der Gewässer, präsentieren uns bei vielen Veranstaltungen, haben eine aktive Jugendarbeit und sind stets bemüht, die Zusammenarbeit mit Behörden, Kommunen und der Politik weiter auszubauen.“

Dafür ein Bildungs- und Informationszentrum aufzubauen, das schwebte Matthias Kopp, dem stellvertretenden Geschäftsführer, viele Jahre vor. Jetzt endlich können die zahlreichen Schätze, die bislang in der Geschäftsstelle gesammelt wurden und deponiert waren, nicht nur ausgepackt, sondern ansprechend präsentiert werden. Die „Leipziger Fischwelt“ ist gewissermaßen ein riesiges Aquarium, allerdings weitgehend ohne Wasser. Auf rund 600 Quadratmetern werden in sieben Themenbereichen die Leipziger Seen und Flüsse vorgestellt – aber nicht nur das. Kurze Videofilme geben den Besucher Einblick in die Fischzucht. Angeln zu DDR-Zeiten und in Skandinavien wird nacherlebbar. Herzstück der Schau ist allerdings eine 25 Meter lange Flusslandschaft, die beginnend mit der Zwickauer Mulde im Erzgebirge bis zur Elbmündung in Cuxhafen, mit den fünf Fließgewässerregionen bekannt macht. Ein moderner Klassenraum erwartet Schüler zu Projekttagen.

Am Sonntag öffnet die Schau in der Engelsdorfer Straße 377 von 10 bis 16 Uhr; dann ab September dienstags und donnerstags 13 bis 17 Uhr sowie an jedem zweiten Wochenende im Monat Sonnabend und sonntags 10 bis 16 Uhr; Schulklassen und Hortgruppen können sich jederzeit einen Termin vereinbaren.

Von Cornelia Lachmann

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