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Lokales Leipziger Forscher nehmen Teilchenbeschleuniger zur Früherkennung von Alzheimer in Betrieb
Leipzig Lokales Leipziger Forscher nehmen Teilchenbeschleuniger zur Früherkennung von Alzheimer in Betrieb
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15:12 15.11.2011
Physiker Karsten Franke misst in der Forschungsstelle Leipzig des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf die Strahlung an einem neuen Teilchenbeschleuniger. Quelle: dpa
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Leipzig

Der Nachweis erfolgt mit der sogenannten Positronen-Emissions-Tomographie (PET). Diese erzeugt Schnittbilder, auf denen die zuvor radioaktiv markierten Moleküle sichtbar werden. So lässt sich feststellen, ob deren Zahl abgenommen hat.

Am Dienstag ging an der Leipziger Forschungsstelle des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf ein Teilchenbeschleuniger in Betrieb. Er dient zur Produktion der schwach radioaktiven Substanzen, die für das Verfahren nötig sind. Die Leipziger entwickelten hierfür ein spezielles Präparat. Es basiert auf einer in Pfeilgiftfröschen gefundenen toxischen Verbindung, die stark an die Nikotinrezeptoren bindet. Mit der Substanz verringere sich die Unterschungszeit von bisher sieben auf weniger als eineinhalb Stunden, hieß es.

Bisher wird Alzheimer mit klinischen Tests nachgewiesen. In erster Linie geht es um Gedächtnisleistungen. Eine absolut sichere Diagnose sei aber nur durch Gewebeuntersuchungen nach dem Tod möglich, teilte das Helmholtz-Zentrum mit. Mit der PET-Bildgebung verbindet sich nun die Hoffnung, die Diagnostik entscheidend voranbringen. Die Patienten werden mit der radioaktiv markierten Substanz gespritzt. Die Substanz reichert sich speziell an den Nikotinrezeptoren im Gehirn an und führt dort zu Wechselwirkungen mit dem Gewebe, die messbar sind.

Mit der in Leipzig entwickelten Substanz lässt sich die Abnahme der sogenannten Nikotinrezeptoren im Gehirn feststellen. Die Rezeptoren binden den Botenstoff Acetylcholin. Er  sorgt in einem gesunden Hirn dafür, dass Informationen zwischen den Nervenzellen fließen. Dieser Vorgang kommt bei Alzheimer-Patienten zunehmend zum Erliegen. Die Forscher gehen davon aus, dass die Anzahl der Rezeptoren schon zu Beginn der Erkrankung abnimmt. Deshalb eignen sich die Rezeptoren gut für eine Früherkennung von Alzheimer-Demenz.

dpa

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