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Lokales Leipziger Frühjahrsputz startet - Grillsaison ist Müllsaison in den Parks der Stadt
Leipzig Lokales Leipziger Frühjahrsputz startet - Grillsaison ist Müllsaison in den Parks der Stadt
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13:25 23.03.2012

Zum offiziellen Auftakt in Möckern fassten Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und Ordnungsdezernent Heiko Rosenthal (Linke) selbst mit an. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr die Sauberkeit der Grünflächen. Denn in Leipziger Stadtparks ist die Grillsaison oft zugleich auch Müllsaison.

Leipzig. Auch wenn sich der Winter noch nicht aus Leipzig verabschieden will: Der Frühling steht vor der Tür und damit auch der traditionelle städtische Frühjahrsputz. Alle Bürger sind aufgerufen, die Stadt von Schmutz und Müll zu befreien. In diesem Jahr soll das Augenmerk besonders auf Parkanlagen, Grünflächen und Gewässer gelegt werden.

Rosenthal dankte den Leipzigern für ihre Früjahjahrs-Einsätze in den vergangenen Jahren. Es gehe dabei auch um die Stärkung des Gemeinsinns. "Einen Müllnotstand gibt es ja in Leipzig nicht", sagte er und würdigte damit die Arbeit der Stadtreinigung. Diese wird in den kommenden Wochen mit Partnern die Gewässer und Erholungsgebiete "in einen erfreulichen Zustand versetzen", so Rosenthal.

"Wir freuen uns, wenn die Parks in Leipzig intensiv genutzt werden", sagt Ute Brückner, Sprecherin der Leipziger Stadtreinigung. Aber sie kennt auch die Kehrseite der Medaille. Im vergangenen Jahr klaubte die Stadtreinigung rund 3000 Kubikmeter illegal entsorgten Mülls aus Leipzigs Grünanlagen. Dafür musste die Abteilung fürs Sammeln, den Mülltransport und die Entsorgung rund 680.000 Euro ausgeben. "Das Geld fehlt natürlich bei der eigentlichen Grünpflege", erklärt Brückner.

9,5 Millionen Euro pro Jahr für die Grünpflege

Das Budget von 9,5 Millionen Euro aus Steuermitteln setzen die Stadtgärnter nämlich eigentlich für die Pflege von Sonnenblumenpflanzung bis Laubbeseitigung ein. Fast 1000 Hektar Grünflächen liegen in der Verantwortung des Stadtreinigungsamtes. Wer den Clara-Zetkin- oder Johannapark und andere Anlagen als Grill-, Party- und Picknickareal nutzt, kann seinen Müll in einem der sechzehn 1100-Liter-Containern entsorgen, die jetzt wieder an verschiedenen Orten aufgestellt werden. "Die Mülltrennung passiert dann später in der Sortieranlage", erklärt Brückner.

Die Expertin für Grundsatzfragen bei der Stadtreinigung wäre "schon froh, wenn die Container überhaupt genutzt werden". Stattdessen hätten ihre Mitarbeiter die Behälter auch schon aus dem Teich im Clara-Zetkin-Park oder dem Becken an der Anton-Bruckner-Allee gefischt. Andere nutzen die Tonnen, um Gebühren zu sparen, und entsorgen dort illegal den Hausmüll, weiß Brückner. Eine flächendeckende Kontrolle hält sie weder für realistisch noch wünschenswert: "Da müsste ein Heer von Kontrolleuren losgehen", sagt sie. Und meint: "Als Bürger widerstrebt es uns aber auch, alles durch Bußgeld und Kontrollen zu regeln." Stattdessen setzt sie weiter auf Einsicht.

Aktionen von Vereinen und Schulklassen

Die hat bei vielen Gruppen längst eingesetzt, die Jahr für Jahr den Frühjahrsputz der Stadt mit eigenen Aktionen unterstützen. Vom 21. März bis zum 20. April stellt das Ordnungsamt eigens dafür kostenlos Müllsäcke für Bürger, Vereine und Schulklassen zur Verfügung (Große Fleischergasse 12, 5. Etage, Zi. 333. Mo-Fr 9-13 Uhr). Werktags von 8 bis 13 Uhr kann man die Müllsäcke von den "Blau-Gelben Engeln" wieder abholen lassen.

Die Stadt wird alle Aktivitäten erfassen und darüber berichten, die per Mail unter fruehjahrsputz@leipzig.de oder telefonisch unter 0341-123-3398 angemeldet werden. Wer Hinweise zu Schmuddelecken in Leipzig hat, kann diese nach wie vor beim Ordnungstelefon unter 0341-123-8888 melden.

Evelyn ter Vehn

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