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Leipziger Gastwirte sehen Zuwanderer als Rettungsanker

Personalnotstand im Gastgewerbe Leipziger Gastwirte sehen Zuwanderer als Rettungsanker

Fachkräfte-Notstand im Hotel- und Gaststättengewerbe: Viele Betriebe sehen ihre Chance für die Zukunft in ausländischen Azubis. Die ersten sind schon da, sie kommen aus EU-Ländern mit hoher Jugendarbeitslosigkeit Aber auch die Ausbildung geeigneter Flüchtlinge wird künftig ein Thema.

Wirt Lutz Geyer von Zills Tunnel mit seinen spanischen Azubis Adriana Mendoza (21, Restaurantfachfrau) und Xavier Bruguera (18, Koch).
 

Quelle: André Kempner

Leipzig.  Im Gastgewerbe brennt es: Der Mangel an Personalnachwuchs ist zum echten Problem geworden. Während eine Stadt wie Leipzig mit studentischen Aushilfen die Lücken noch einigermaßen schließen kann, schreitet in ländlichen Gebieten das Gasthofsterben voran. „Ausländer sind unsere Chance und unser Rettungsanker“, sagt Holm Retsch vom Hotel- und Gaststättenverband Dehoga.

Stapelweise Bewerbungen hätten sie vor zehn Jahren bekommen, erinnert sich Sven Geyer (45), Wirt von Zills Tunnel. Inzwischen bewerben sich nur noch vereinzelt deutsche Jugendliche um eine Ausbildung, und die sind oft nicht geeignet. Oder sagen selbst wieder ab. Woran der Bewerbermangel liegt? Geburtenschwache Jahrgänge, der Drang zum Studieren oder auch der Anspruch, an Feiertagen und Wochenenden nicht arbeiten zu wollen – das sind einige Gründe. Ein Trend, den die Chefs von Fairgourmet, Marché, Ratskeller und verschiedenen Leipziger Hotels fast wortgleich bestätigen.

53 junge Leute im Alter zwischen 18 und 27 Jahren aus Euroländern haben im September ihre Ausbildung in Leipzig begonnen, der größte Teil – 29 – in Hotellerie und Gastronomie. Die meisten Jugendlichen kommen aus Spanien, Einzelne aus Griechenland, Bulgarien, Italien und England. Im Vorfeld mussten alle Bewerber Deutsch lernen, jetzt haben sie wöchentlich einen Tag Deutsch-Unterricht.

Beim Hotel- und Gaststättenverband gehen die Überlegungen längst weiter in Richtung Flüchtlinge. „Arbeitswillige Migranten sind uns willkommen“, versichert Geschäftsführer Holm Retsch die „tausendprozentige Bereitschaft“ seiner Branche, viele Ausländer zu integrieren: „Wir stehen in den Startlöchern.“ Dazu müssten aber Rahmenbedingungen geschaffen werden wie bezahlte Sprachkurse oder die Möglichkeit, sie ein halbes Jahr als ungelernte Kräfte unterhalb des Mindestlohnes an ihre Arbeit heranzuführen.

Den kompletten Beitrag und weitere Hintergründe zum Thema lesen Sie im LVZ-E-Paper sowie in der Printausgabe vom 22. Februar 2016.

Von Kerstin Decker

Leipzig 51.339695 12.373075
Leipzig
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