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Lokales Leipziger Gesundheitsamt registriert mehr Fälle von Influenza- und Noroviren
Leipzig Lokales Leipziger Gesundheitsamt registriert mehr Fälle von Influenza- und Noroviren
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17:23 03.01.2018
Seit einigen Wochen haben die Zahlen von Influenza- und Norovirus-Infektionen in Leipzig wieder merklich zugenommen.  Quelle: dpa
Leipzig

 Pünktlich zum Jahresbeginn haben wieder viele Leipziger mit Erkältungen zu kämpfen. Neben sogenannten grippalen Infekten sind darunter auch zunehmend echte Grippe- und Magen-Darm-Infektionen. Wie das Gesundheitsamt auf Anfrage von LVZ.de mitteilte, lagen die Fallzahlen bei den auslösenden Influenza- und Noroviren in den vergangenen Wochen sogar deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Ein Großteil der Erkrankten hatte aber zum Glück noch mit der milderen Variante zu kämpfen.

Ärzte unterscheiden bei der Diagnose insgesamt drei verschiedenen Typen von Influenza-Viren, wobei Typ A der mit Abstand gefährlichste ist. Jener ist sehr wandlungsfähig, kann dadurch schwer gestoppt werden und so auch Pandemien auslösen. Aktuell ist Typ A aber ebenso wie der harmlose Typ C rings um Leipzig kaum in der Spur. „Erste Grippefälle gab es 2017 bereits ab der 45. Kalenderwoche. In dieser Saison dominieren die Influenza-B-Nachweise“, sagte Ingrid Möller, Hygiene-Expertin des Leipziger Gesundheitsamts.

Etwa drei Viertel aller 127 Grippe-Infizierten im vergangenen Jahr konnte laut Gesundheitsamt Typ B zugerechnet werden. Von den 18 Fällen, die an diesem Dienstag in Leipziger Arztpraxen anlandeten, waren 16 von der milderen B-Variante. Dennoch ist das noch kein Grund zur Entwarnung, denn die Grippe-Saison nimmt erst noch Fahrt auf: Anno 2016 wurden insgesamt nur 57 Influenza-Fälle in Leipzig registriert, in den letzten beiden Dezemberwochen 2017 waren es jeweils mehr als 40.

142 Fälle von Gastroenteritis

Ähnlich sieht es bei Infektionen mit Noroviren aus, die eine Gastroenteritis – umgangssprachlich auch „Magen-Darm“ genannt – auslösen können. Hier wurden in den letzten drei Dezemberwochen insgesamt 142 Fälle beim Leipziger Gesundheitsamt registriert, so viele wie in den gesamten zwölf Monaten im Jahr 2016. Als am vergangenen Dienstag die Türen der Leipziger Praxen nach der Silvesterpause wieder öffneten, standen elf weitere Patienten mit Noroviren davor. Am Ende, so ist sich Möller sicher, gibt es noch mehr Betroffene: „Man muss davon ausgehen, dass die echte Fallzahl höher liegt, da erstens nicht jeder zum Arzt geht und zweitens nicht in jedem Fall Proben entnommen und im Labor untersucht werden.“

Wer sich vor Influenza und Noroviren schützen will, sollte folgende Tipps aus dem Gesundheitsamt beherzigen: Nicht die Hände geben, häufig und gründlich Hände waschen. Wer bereits infiziert ist, sollte zu Hause bleiben und die Krankheit komplett auskurieren, damit Klassenkameraden oder Arbeitskollegen nicht angesteckt werden können. Nicht zuletzt empfiehlt Ingrid Möller: „Gegen die echte Virusgrippe, die eine schwere Infektionskrankheit ist, schützt nur die Grippeimpfung.“

Von jhz / mpu

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