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Lokales Leipziger Global Space Odyssey fordert „Refugees Welcome!“
Leipzig Lokales Leipziger Global Space Odyssey fordert „Refugees Welcome!“
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11:58 12.07.2014
Tanzende Menschen unter der Leipziger Sonne. (Archivfoto) Quelle: André Kempner
Leipzig

Am Samstag ab 12.30 Uhr geht die GSO in die nächste Runde. Ungewöhnlich klar ist in diesem Jahr das (politische) Motto der Kolonne.

Insgesamt zwölf Lkw mit Lautsprecheraufbauten werden von der Markranstädter Straße in Leipzig-Plagwitz über Lützner Straße, Jahnallee und Hauptbahnhof zum Rabet in Volksmarsdorf ziehen. Nach einer Zwischenkundgebung geht es von hier in südliche Richtung via Dresdner Straße, Riebeckstraße und Prager Straße letztlich zum Wilhelm-Külz-Park in den Schatten des Völkerschlachtdenkmals.

Wie gewöhnlich wird sich der von voraussichtlich 4500 Menschen gesäumte Marsch durch lautstarke und vielfältige Musik auszeichnen, die an Bässen und Beats nicht sparen wird. Ungewöhnlich klar ist dagegen in diesem Jahr das (politische) Motto der Kolonne. Nach eher diffusen Slogans “Mein Leipzig koof ick mir“ (2013) und „Wer, Wie, Was ist Kultur?“ (2012) schreiben sich die Macher in diesem Jahr das Anliegen der weltweiten Flüchtlingsinitiativen auf die Anhängerplanen: „Refugees Welcome!“.

Plakat der Global Space Odyssey 2014 Quelle: André Kempner Global Space Odyssey

Als Grund für die klare Botschaft nennt GSO-Sprecher Fabian B. Aufklärungsbedarf in Leipzig: „In den vergangenen Monaten gab es gewisse Entwicklungen in der Stadt – wie ein Fackelmarsch gegen Flüchtlinge in Schönefeld oder die Proteste gegen eine Moschee in Gohlis – die uns stutzig gemacht haben. Es gibt offenbar Tendenzen in der Gesellschaft, die nicht so sehr von Kenntnis geprägt sind“, so der Veranstalter am Mittwoch gegenüber LVZ-Online. Die GSO-Macher wollen mit ihrer diesjährigen Demonstration deshalb auch Aufklärung betreiben.

Reibungspunkte zwischen ernster politischer Thematik und fröhlichem Antlitz der Party-Demo sehen die Macher indes nicht: „Wir stehen für Vielfalt, haben ein farbenfrohes Erscheinungsbild, bei dem jeder eingeladen ist. Über die Musik wollen wir eine Brücke zur kulturellen Vielfalt schlagen“, so Fabian B.  Das schließe eben auch ernsthafte Themen nicht aus. Ganz im Gegenteil: „Wenn man allein unseren Namen nimmt, ‚Global Space Odyssey’, bemerkt man schon die Anknüpfungspunkte – schließlich haben auch viele der Flüchtlinge eine Odyssey hinter sich, bevor sie zu uns kommen“, so der GSO-Sprecher.

Mehr zur GSO im Netz: www.gso-le.de

Leipzig. Tanzende Menschen verquickt mit mehr oder minder konkreten politischen Botschaften – das hat in Leipzig seit 2001 Tradition. Die Global Space Odyssey (GSO) versammelt alljährlich tausende Kulturschaffende und –Konsumenten auf einer schrillen Wagenkolonne durch die Stadt. Am Samstag ab 12.30 Uhr geht die GSO in die nächste Runde. Ungewöhnlich klar ist in diesem Jahr das (politische) Motto der Kolonne.

Matthias Puppe

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