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07:00 02.09.2016
In der LWB-Zentrale am Georgiring herrscht jetzt Aufregung. Quelle: Foto: André Kempner
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Leipzig

In Leipzigs großen Wohnungsgesellschaften hat die Suche nach schwarzen Schafen begonnen, die Sozialwohnungen gegen Schmiergeldzahlungen vermitteln könnten. In der stadteigenen Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) werden jetzt alle Wohnungsvermieter des Unternehmens durchleuchtet. Es sei eine externe Prüfung der internen Prozesse eingeleitet worden, hieß es gestern im Unternehmen. Zum einen werde der Vermietungsprozess unter die Lupe genommen, zum anderen im Interesse der Mitarbeiter der LWB und unter Mitwirkung des Betriebsrates die Kundenkommunikaiton überprüft. Andere Großvermieter prüfen unter anderem, in welcher Geschwindigkeit Mitarbeiter einzelnen Interessenten solche preisgünstigen Wohnungen vermietet haben. Denn normalerweise gibt es lange Wartelisten für diese dauerhaft günstigen Mietwohnungen, deren Bau vom Staat subventioniert wurde, damit bezahlbarer Wohnraum für sozial Schwache entsteht. Das MDR-Magazin „exakt“ hatte berichtet, dass solche Wohnungen von kriminellen Netzwerken gegen Zahlung von 500 bis 2000 Euro binnen weniger Tage vermittelt werden. Die LWB hat den Mitarbeiter temporär versetzt, der in dem TV-Beitrag einem Migranten eine Wohnung vorstellt. Dies sei auch zu dessen Schutz und im Zusammenhang mit der eingeleiteten Prüfung geschehen, hieß es auf LVZ-Anfrage. Es sei auch Kontakt mit Ermittlungsbehörden aufgenommen worden.

Laut Zeitungsberichten soll es sich beim Boss der beschuldigten Schwarzmakler um einen Migranten handeln, der vermutlich aus Syrien stammt und seit etwa neun Jahren in Deutschland lebt. Dieser Mann soll seit eineinhalb Jahren gegenüber der LWB als Vertreter von Migranten auftreten und diesen Reservierungsvereinbarungen für Sozialwohnen besorgen.

Von Andreas Tappert

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