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Lokales Leipziger Grüne fordern Maßnahmen gegen drohende Überflutungen
Leipzig Lokales Leipziger Grüne fordern Maßnahmen gegen drohende Überflutungen
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18:45 28.07.2017
Überschwemmte Straße nach einem Unwetter in Leipzig im Juli: Die Grünen forden von der Stadt mehr Anstrengungen bei der Anpassung an den Klimawandel. Quelle: Kempner
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Leipzig

Das Hochwasser im Harz fließt immer noch ab und auch in Leipzig hat es in den vergangenen Tagen in kurzen Zeiträumen heftig geregnet. Es wird wohl leider nicht das letzte Mal gewesen sein, dass es in Folge von Starkregen zu Überschwemmungen kommt. Viele Experten sehen die Gründe für die zunehmenden Wetterextreme beim Klimawandel – und prognostizieren, dass es in Zukunft mehr solcher Phänomene geben wird. Die Leipziger Grünen sehen die Stadt daher vor besonderen Herausforderungen und fordern „eine wassersensible Stadtplanung“, wie es Kreisverbandsprecherin Stefanie Gruner formuliert.

Die grüne fordert, dass mehr Flächen ausgewiesen werden, „die im Notfall überflutet werden können, ohne dass große Schäden entstehen.“ Dazu gehörten neben Parkanlagen oder dem Auwald auch Gründächer. Gruner: „Diese verzögern bei Starkregen die Wasserweiterleitung und strecken somit den Zeitraum, in dem das Wasser abfließt. Unversiegelte Flächen, aber auch Gründächer, saugen Wasser wie ein Schwamm auf.“ Daneben sollte die wasserspeichernde Funktion von Stadtbäumen und des Auwaldes in der Klimastrategie berücksichtigt werden. Genau da sieht die Grünen-Kreisvorsitzende allerdings Probleme, denn „eine zunehmende Versiegelung von Flächen und der Rückgang des Baumbestandes in der Stadt vergrößern aktuell das Problem.“

Zudem mahnt Gruner die Umsetzung bereits beschlossener Maßnahmen an. Die Stadt habe zwar schon vor einem Jahr eine Broschüre mit Projekten gegen den Klimawandel herausgegeben, allerdings bliebe immer noch vieles im Unklaren. Zudem würden „Maßnahmen gegen den Klimawandel an sich und Maßnahmen zur Anpassung an den selben vermischt“. Gruner fordert dagegen, dass entsprechende Strategien konkret angegangen werden. Derzeit würde es in Sachen Gründächer noch keine schriftliche Strategie geben, obwohl die Erstellung einer solchen bis Ende 2016 vom Stadtrat beschlossen worden sei. Auch eine Förderung vom Bund bei Anpassungsprojekten an den Klimawandel sollten laut Gruner verstärkt geprüft werden.

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