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Lokales Leipziger Grüne reagieren entsetzt auf Linken-Forderung nach Distanz zu Klitschko
Leipzig Lokales Leipziger Grüne reagieren entsetzt auf Linken-Forderung nach Distanz zu Klitschko
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19:29 29.05.2014
Der Vorstandssprecher der Leipziger Grünen: Jürgen Kasek. Quelle: André Kempner
Leipzig

Sie haben Oberbürgermeister Jung (SPD) zu mehr Distanz gegenüber dem neu gewählten Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko aufgefordert.

Konkret wirft Grünen-Politiker und Osteuropahistoriker Stephan Stach dem Rats-Neuling Danckwart vor, seit Wochen über Facebook gegen die neue ukrainische Regierung zu hetzen. In den sozialen Medien rechtfertige Danckwart, dass bewaffnete Gruppen aus Tschetschenien Bürgerkrieg in die Ostukraine tragen. Anderseits trete der Linken-Politiker in Leipzig als Veranstalter der „Kundgebung für den Frieden“ mit Konstantin Wecker am Freitag auf dem Nikolaikirchhof auf. „Das ist an Scheinheiligkeit kaum noch zu überbieten“, so Stach.

Grünen-Vorstandssprecher Jürgen Kasek fordert eine Erklärung von der Linken, warum die Partei in ihren Reihen jemand dulde, „dem offenbar auch der Einsatz militärischer Mittel für seinen ‚Traum von der Auferstehung der Sowjetunion’ recht sind.“ Aus Sicht seiner Partei müssten die Kamphandlungen in der Ukraine sofort beendet und Waffenlieferungen eingestellt werden.

Die Grünen begrüßen, dass Leipzigs Partnerstadt Kiew nach mehr als zwei Jahren wieder einen demokratisch gewählten Bürgermeister habe und dass die rechtsextremen Parteien bei der Präsidentschaftswahl nur auf 2,1 Prozent der Stimmen gekommen seien. „Wir befürworten ausdrücklich das Angebot von Burkhard Jung, den Wiederaufbau demokratischer staatlicher Institutionen durch Experten aus Leipzig zu unterstützen“, sagte Kasek.

Die Messestadt habe vor 25 Jahren die glücklicher Erfahrung gemacht, ein autoritäres Regime ohne Blutvergießen zu überwinden. „Gerade weil den Bürgern in unserer Partnerstadt dieses Glück nicht zuteil wurde, verdienen sie unsere Unterstützung“, so der Grünen-Vorstandssprecher.

chg

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