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Lokales Leipziger Günther und Berthold starten bei Mongol-Rallye
Leipzig Lokales Leipziger Günther und Berthold starten bei Mongol-Rallye
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23:34 17.07.2015
Christian Günther und sein Peugeot 205 starten bei der Mongol-Rallye Quelle: André Kempner
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Leipzig

Als Christian Günther zu Hause verkündete, dass er sich mal für zwei Monate aus dem Staub macht, kam das mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit schon nicht so gut bei seiner Holden Isabel an. Als hintendran der Zusatz fiel, dass die Rallye auch noch am ersten Hochzeitstag losgeht, gab es sicherlich keinen Applaus.

Der 33-jährige, der als Rock-&-Roller der alten Schule seine Brötchen verdient, will es mal nicht auf der Noten- sondern auf der Überholspur wissen. Bei der Mongol-Rallye geht der Leipziger an den Start. Einer etwas anderen Tour, die über die Mongolei führt und nach etwa 9000 Kilometern im russischen Ulan Ude endet.

„Wer da als Erster ins Ziel kommt, wird ausgebuht“, erklärt Günther die erste Besonderheit. Ergo geht es bei der (Tor-)Tour nicht um Schnelligkeit. „Theoretisch kann ich mir zwei Monate Zeit lassen“, sagt der gelernte Automechaniker, der nach zehn Jahren in diesem Job den Maulschlüssel der Musik wegen an den Nagel hängte. Zwei Monate, weil er sich solange selbst Zeit gibt. Allerdings soll die Strecke mit seinem Co-Pilot Tim Berthold in vier Wochen absolviert werden. Und das mit einer richtigen Drecksbude – einem zornig alten (Baujahr 91) Peugeot 205 mit unglaublichen 60 PS. Auch das ist eine Bedingung des britischen Veranstalters. „Mit Papas Mercedes kann jeder“, steigt Günther voll auf die Ansage ein.

Etappen gibt es ebensowenig wie Hilfe auf der Strecke. Die muss selbst organisiert werden. Ergo sollen die Teilnehmer mit Einheimischen ins Gespräch kommen. Deswegen haben die beiden Russisch gebüffelt und einen Survival-Kurs besucht.

Geld gesammelt werden musste ebenso – passable 1500 Euro. Die gehen zur Hälfte an die Wohltätigkeitsorganisation Cool Earth und zur anderen an eine selbst gewählte in Leipzig. Wohin genau, ist sich das Duo noch nicht schlüssig. Zudem mussten knapp 1500 Euro Pfand hinterlegt werden, damit das Auto nicht einfach dort unten in der Pampa stehen gelassen wird. „Und wenn ich das Ding da unten gegen eine Tüte Chips tausche“, sagt Christian Günther. Ansonsten wird die Karre verschifft. Etwa 800 Euro kostete die Anmeldung. Für Benzin wird auf der Fahrt geblecht.

Was die beiden auf ihrer Fahrt erleben, steht zwar noch in den Sternen, wird beim eintreten aber dokumentiert. Ein Filmchen soll am Ende rauskommen, für die edlen Spender.

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