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Lokales Leipziger Heilsarmee eröffnet Spendenladen in Stötteritz
Leipzig Lokales Leipziger Heilsarmee eröffnet Spendenladen in Stötteritz
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23:59 14.02.2014
Viel Kundschaft: Kurz nach der Eröffnung des Charity-Shops "Zweite Chance" herrscht dichtes Gedränge. Mittendrin ist Sozialbürgermeister Thomas Fabian. Quelle: André Kempner

In der ehemaligen AOK-Geschäftsstelle (Kolmstraße 2) können ab sofort gut erhaltene, gebrauchte Kleidungsstücke, Bücher, Haushaltswaren, Kleinmöbel sowie andere schöne und nützliche Dinge abgegeben werden. Die durch den Verkauf erzielten Einnahmen sollen der sozialen Arbeit der Heilsarmee zu Gute kommen.

"Wir bringen den christlichen Glauben und bürgerliches Engagement unter einen Hut", erklärte Heilsarmee-Major Reinhold Walz in seiner Ansprache. Der Charity-Shop solle aber vor allem Menschen zusammenbringen. Die Voraussetzung dafür schafft ein Kaffee-Automat neben der Kasse. Außerdem können Filmliebhaber kostenlos Kinder-, Dokumentar- und Spielfilme ausleihen.

Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD) lobte die Einrichtung als "wunderbares Beispiel für das Engagement eines freien Trägers". Stadtratsmitglied Karsten Albrecht (CDU), der ebenfalls vor Ort war, pflichtete ihm bei und ergänzte: "Die Eröffnung dieses Ladens ist nicht nur eine zweite Chance für die angebotenen Sachen, sondern vor allem für die Menschen, die hier Verantwortung übernehmen."

Damit spielte der Politiker auf Ivonne Viol an. Die 36-Jährige war lange arbeitslos, hat sich als Ein-Euro-Jobberin in der Kleiderkammer der Heilsarmee in Paunsdorf bewährt und arbeitet nun zusammen mit Ehrenamtlichen als Vollzeitkraft im Shop. Für sie ist die Einrichtung gerade auch wegen ihrer zentralen Lage eine Bereicherung für den Stadtteil. "So viele Läden gibt es hier ja nicht in der Nähe", findet Viol. Ihr ist es wichtig, immer ein offenes Ohr für die Kundschaft zu haben. "Man kann auch einfach mal auf einen Kaffee vorbeikommen und reden", schlug die Verkäuferin vor.

Sigrid Ruder kam gestern allerdings in erster Linie zum Kaufen in den Laden. Auf ihren Armen türmten sich Pullover und T-Shirts, die jeweils zwischen fünf und zehn Euro kosten. "Hier findet man für jeden etwas, sowohl für Kinder als auch für Erwachsene", schwärmte die junge Mutter.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.02.2014

Felix Forberg

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