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Lokales Leipziger Helios Park-Klinikum: "Hier lief alles wie am Schnürchen"
Leipzig Lokales Leipziger Helios Park-Klinikum: "Hier lief alles wie am Schnürchen"
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02:28 29.05.2015
Im Helios Park-Krankenhaus bekam Helga Landsiedel eine neue Hüfte (Symbolfoto). Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Gerade mal sechs Tage ist es her, als sie eine neue Hüfte bekam. Nun mogelt sie schon in unbeobachteten Augenblicken ihre Gehhilfen beiseite und nimmt es im Leipziger Endoprothetik-Zentrum des Helios Park-Klinikums mit manch' flott vorbei eilender Schwester auf. Helga Landsiedel ist 80! "Und das erste Mal im Krankenhaus!", sagt sie. "Aber fragen Sie nicht, wie mir vorher die Beine geflattert haben. Jetzt bin ich fasziniert", lobt die ältere Dame ihren Klinikaufenthalt nun. "Hier lief es ja wie am Schnürchen."

Ach ja: Patienten wie sie machen Ärzte stolz. "Zum Glück werden die Menschen ja auch immer älter, aber immer mehr benötigen dann eben auch einen künstlichen Gelenkersatz wie für Hüfte oder Knie", wirft Professor Géza Pap ein, der Chef des Orthopädisch-Traumatologischen Zentrums, zu dem das Endoprothetik-Zentrum gehört. "Und mittlerweile können gerade auch ältere Leute wie Frau Landsiedel von modernen OP-Methoden wie den minimalinvasiven Eingriffen profitieren, die einfach viel schonender sind", fügt Endoprothetikzentrum-Leiter Oberarzt Ingmar Meinecke hinzu. Lediglich ein Loch von gut fünf Zentimeter Durchmesser sei nötig, um sich - wie bei Helga Landsiedel - mit den nötigen medizinischen Instrumenten vor Ort zu navigieren, die schadhafte Hüftknochenstelle zu bearbeiten, und je nach Indikation ein entsprechendes Ersatzgelenk zu platzieren. "Minimalinvasiv heißt nicht zuletzt - im Gegensatz zum klassischen großen OP-Schnitt - Muskeln bleiben unbeschädigt. Für den Zugang werden nur zwei Muskel auseinander gehalten und durch diese ,Lücke' wird operiert. So genesen Patienten auch viel schneller", erklärt Meinecke, der auf diese Weise bereits auch Leuten über 90 helfen konnte. Wobei Pap auch auf eine zunehmende Anzahl junger Menschen verweist, die ein künstlichen Gelenk erhalten. "Gab es früher gewisse Regeln, wonach einer, der Schmerzen litt, etwa erst über 50 Anspruch auf eine künstliche Hüfte hatte, sagt man sich heute, wo die Endoprothetik sehr fortgeschrittene Möglichkeiten bietet und wenn nichts anderes mehr hilft: Warum soll der erst noch so viele Jahre leiden?"

Oberarzt Meinecke war Landsiedels Operateur. Nach langer Zeit steht sie aktuell wieder schmerzfrei auf beiden Beinen - und hält letzteren wie seine Kollegen nun nicht "nur" für Chirurgen. "Sie sind irgendwie zugleich Techniker, Statiker und Künstler", überlegt sie. "Im Prinzip sind wir Handwerker", flachsen Meinecke und Pap zurück. Wie man's nimmt - auf alle Fälle scheinen sie verdammt gute Handwerker zu sein. Patienten kommen unter anderem sogar aus Russland. Und jüngst wurde jene Leipziger Helios-Abteilung als "Endoprothetik-Zentrum der Maximalversorgung" von der Deutschen Gesellschaft für orthopädische Chirurgie zertifiziert. Ein Gütesiegel erster Klasse. Hat niemand sonst bislang in der Region. Um sich so nennen zu dürfen, liegt die Messlatte hoch. Perfekte Versorgungsstrukturen, zig Qualitätsparameter sind gefordert. "Zudem muss man doppelt so viele derartige OP's pro Operateur vorweisen als ein Endoprothetik-Zentrum ohne den Zusatz ,Maximalversorgung'. Wir liegen sogar darüber, wir versorgen pro Jahr 1200 Patienten mit künstlichen Knie- und Hüftgelenken", listet Pap auf. "Überdies muss man nachweisen, dass man auch auf komplizierte Endoprothesen-Wechsel spezialisiert ist; muss mit anderen Krankenhäusern der Basisversorgung in der Umgebung kooperieren, deren schwierige Fälle man übernehmen kann. Wir tun das mit dem Leipziger St. Elisabeth-Krankenhaus. Und nicht zuletzt sind bei uns überdies entsprechende niedergelassene Fachärzte eingebunden."

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