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Lokales Leipziger Hotel Astoria hat neue Besitzer – Konsortium übernimmt Immobilie
Leipzig Lokales Leipziger Hotel Astoria hat neue Besitzer – Konsortium übernimmt Immobilie
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10:34 20.01.2016
Seit 30. Dezember 1996 zu: das frühere Nobelhotel Astoria.  Quelle: Foto: André Kempner
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Leipzig

 Neue Hoffnung für das Hotel Astoria neben dem Leipziger Hauptbahnhof: Das seit fast 20 Jahren leerstehende Gebäudeensemble wurde soeben im Rahmen eines größeren Immobiliendeals verkauft.

Wie die Londoner Zentrale des US-Investors Blackstone gegenüber der Leipziger Volkszeitung bestätigte, gehört das Objekt jetzt nicht mehr zur Blackstone Group. „Neuer Eigentümer auch vom Astoria ist ein Joint venture aus Starwood Capital, i-Star und Brookfield“, erklärte Sprecherin Rebecca Flower. Das genannte Konsortium habe noch im vergangenen Jahr ein Paket mit zehn früheren DDR-Interhotels sowie dem ungenutzten Astoria übernommen. „Der Kaufpreis lag bei 600 Millionen Euro.“ Zu den weiteren Immobilien gehörten das Berliner Grand Hotel und Park Inn, in Dresden das Westin Bellevue, Ibis sowie Mercure Hotel, in Leipzig das Westin und Radisson Hotel, in Erfurt ein Radisson sowie noch jeweils ein Mercure in Potsdam und in Chemnitz.

Ob der Eigentumsübergang schon zum 100. Geburtstag des Astoria am 5. Dezember 2015 vollzogen war, wusste die Blackstone-Sprecherin ad hoc nicht zu sagen. Bekanntlich hatten an diesem Tag mehr als 150 Astorianer das Jubiläum in Leipzig gefeiert und zugleich ihrer Hoffnung Ausdruck verliehen, dass der Stern (Astor heißt aus dem Lateinischen übersetzt Stern) bald wieder leuchten möge. Als größtes Hindernis zu diesem Ziel galt bisher die Besitzfrage. Blackstone hatte die erwähnten Ex-Interhotels Ende 2006 von zwei deutschen Banken erworben. Er zahlte dafür 750 Millionen Euro, investierte später weiteres Geld in die intakten Häuser. Für eine Sanierung oder den separaten Verkauf des Astoria zeigte der Vermögensverwalter aber kein Interesse.

Ende 2012 kündigten die Amerikaner an, das ganze Paket wieder veräußern zu wollen. Bald darauf kamen die jetzigen Erwerber Starwood, i-Star und Brookfield als Interessenten ins Gespräch – der Vollzug ließ aber immer länger auf sich warten, weshalb Beobachter glaubten, der Verkauf habe sich wohl zerschlagen. Im Juni vergangenen Jahres konnte die LVZ jedoch berichten, dass der Paketverkauf erst durch die EU kartellrechtlich geprüft werden musste und der Geschäftsabschluss „in nächster Zeit“ zu erwarten sei.

Zu Starwood Capital gehört mit Starwood Hotels & Resorts eine der größten Hotelgesellschaften weltweit. Sie betreibt in Leipzig schon das Fünf-Sterne-Haus Fürstenhof am Goerdelerring. Die zweite am Kauf beteiligte Firma i-Star ist ebenfalls ein Ableger des US-Konzerns Starwood. Brookfield mit Sitz im kanadischen Toronto bezeichnet sich selbst als größter Immobilienvermögensverwalter der Welt. Erst vor wenigen Tagen hatten Brookfield und ein südkoreanischer Staatsfonds etliche Hochhäuser am Potsdamer Platz in Berlin für 1,4 Milliarden Euro erworben.

Von Jens Rometsch

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