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Lokales Trommler, Tänzer, Straßenkünstler: Tausende feiern Passagenfest
Leipzig Lokales Trommler, Tänzer, Straßenkünstler: Tausende feiern Passagenfest
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22:11 07.09.2018
Die Trommer von Red Attack am Eingang zum Petersbogen. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Bämm! Bämm! Bämm! Lautes Getrommel dröhnte am Freitagabend durch die Petersstraße, zur Eröffnung des 9. Leipziger Passagenfestes. Zwei Schlagzeuger in roten Anzügen und mit roten Masken überm Kopf machten am Petersbogen ordentlich Krach Im Nu blieben viele Schaulustige stehen. Tausende Besucher strömten erwartungsfroh in die Innenstadt, wo in vielen Passagen der roten Teppich ausgerollt war. Bühnen und Bars, Laufstege, Genussmeilen und offene Läden erwarteten bis Mitternacht einheimische und auswärtige Besucher.

Stimmungsvolles Leipziger Passagenfest

Ulrike Reichardt aus Fuchshain hatte sich mit einer Freundin verabredet. Zur Überbrückung der Zeit ließ sie sich in Specks Hof bei Porträtzeichner Jörg Steinhof nieder und genoss die stillen Minuten: „Das Bild nehme ich mir als schöne Erinnerung ans Passagenfest mit. In meinem Haus ist dafür auf jeden Fall noch Platz“, so die Verlagsvertreterin.

Waltraud Sommer (67) hatte am Markt beim „Weißenfelser Schusterjungen“ Lutz Teetzen Platz genommen und ließ sich die Füße vermessen. „Wir lassen uns einfach so treiben. Wo wir es schön finden, bleiben wir stehen“, erzählte ihr Mann Stefan Sommer (68) aus Grünau. Als sie ihr Zertifikat in der Hand hatte, warf die Frau einen Euro „Hutgeld“ in den bereitstehenden – nein, nicht Hut, sondern Gummistiefel.

Viel Beifall bekam in Barthels Hof das Duo „Bestimmt verstimmt“. Der Kanadier Dennis spielte am fahrbaren Klavier alte Filmmusiken. Partnerin Monika steppte auf dem Dach des Klaviers und sang von Sonnenschein und Lachen. Ein Vortrag, der auch Norman Müller-Grätz und seiner Frau recht gut gefiel. „In manchen Passagen ist es heute aber eher ruhig, da bleiben die Leute auch nicht so lange stehen“, hatten sie sich schon umgesehen. Zum Beispiel in der Mädler-Passage, wo zwei Laufstege aufgebaut waren. Junge Leute zeigten Kreationen von Modegestaltungs-Studenten aus Magdeburg. Die Gewänder bestanden aus alten Schulwandkarten, Metall, Dichtgummi oder bemalten Leinwänden.

An den Wegen zwischen den zwölf Schauplätzen zeigten Musiker und Kleinkünstler ihr Können. Mit einer großen Startnummer zeigten sie an, dass sie beim Wettbewerb um „Leipzigs besten Straßenkünstler“ mitmachten. Die kleine Leipziger Innenstadt kann um die 30 Höfe und Passagen vorweisen. Als ein paar Tropfen fielen, boten sie auch gleich Schutz vor Regen.

Von Kerstin Decker

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