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Lokales Leipziger Johanniter bieten Erste-Hilfe-Kurs für Hunde an
Leipzig Lokales Leipziger Johanniter bieten Erste-Hilfe-Kurs für Hunde an
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01:00 29.10.2013
Das Kursteam: Gabriela Reimer mit Schipperke Lara (13), Diana Hupke-Friedrich mit Mops Sam (4), Stefan Kupietz mit Französischer Bulldogge Max (1). Quelle: Wolfgang Zeyen

Die Johanniter in Leipzig wollen das ändern und bieten jetzt sehr empfehlenswerte Kurse an.

Damit keine Missverständnisse aufkommen, betont Stefan Kupietz zuerst, dass es nicht darum geht, den Tierarzt zu ersetzen. "Unfälle geschehen unverhofft", sagt der Ausbildungsleiter der Johanniter-Unfall-Hilfe in der Torgauer Straße 233. "Wie beim Menschen zählen auch beim Hund oft die ersten Minuten. Wir wollen die Halter in die Lage versetzen, im Notfall ihrem Schützling Leid zu ersparen und ihn zu unterstützen - bis der Tierarzt übernimmt."

Bundesweit bietet die Hilfsorganisation den Kurs "Erste Hilfe am Hund" schon seit zehn Jahren an. In Sachsen aber geht es nun erst richtig los. "Das Interesse ist da - von privaten Hundehaltern, Vereinen, Hundeschulen, selbst den Rettungshundestaffeln", erklärt der 31-Jährige. "Wir haben Trainerinnen, die das können, und ein wissenschaftliches Konzept, das bundesweit evaluiert wurde. Also haben wir gesagt, wir machen das."

Knochenbruch, Schnittwunde, Hitzeschlag, Vergiftung: Die Anlässe für einige effektive Handgriffe ähneln durchaus denen beim Menschen. "Nur haben Dackel oder Schäferhund eben eine ganz andere Anatomie. Die wenigsten Leute kennen sich damit aus", weiß Trainerin Gabriela Reimer. Am wichtigsten sei zunächst die Eigensicherung des Helfers. Meist mittels Maulschlinge. "Gerade bei Schmerzen und Unsicherheit kann es sonst passieren, dass auch der liebste Hund mal zuschnappt."

Lediglich sieben Stunden dauert der Kurs. An einem Samstag von 9 bis 16 Uhr erlernen die Teilnehmer zum Beispiel, wie man eine Pfote so verbindet, dass sie nicht abgeschnürt wird. "Zehen gut unterpolstern und Wattelagen sind dabei das A und O - sonst kann man mehr schaden als nutzen, sogar eine Amputation heraufbeschwören", erklärt Reimer (52). Genau wie Kollegin Diana Hupke-Friedrich (34) hat sie ihre Spezialkenntnisse an der Johanniter-Akademie in Münster erworben. Die beiden Trainerinnen zeigen problemlos, wie man den Hund in stabile Seitenlage bringt, eine Mund-zu-Nase-Beatmung oder Druckmassage durchführt, was bei Schock, Krampfanfall oder Elektrounfall (Welpen knabbern gerne an Kabeln) zu tun ist und vieles anderes mehr. "Berührungsängste muss niemand haben", meint Hupke-Friedrich. "Gelernt wird bei uns an einem Plüschbernhardiner und an einem eigens geschulten Hund, der sich etwa auch den Bauch abtasten lässt." Da die Unterschiede zwischen Schäferhund und Teckel riesig sind, sollte im Anschluss jeder Teilnehmer zu Hause etwas üben, empfiehlt Kupietz. "Auf jeden Fall geben wir noch eine Hilfsfibel sowie spezielle Buchtipps mit auf den Weg."

Auch wenn der eigene Hund nie einen Notfall erleidet: Die Tipps, wie man eine Zecke entfernt oder Temperatur, Puls, Atmung kontrolliert, können auch im Alltag beim entspannten Miteinander helfen, rät er.

@Der erste Kurs "Erste Hilfe am Hund" findet am 30. November statt. Anmeldung per E-Mail: servicecenter@johanniter.de oder Tel. 0341 9954600; www.johanniter.de/leipzig.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.10.2013

Jens Rometsch

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