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Lokales Leipziger Jugendarbeit auf Prüfstand - CDU bietet SPD Unterstützung an
Leipzig Lokales Leipziger Jugendarbeit auf Prüfstand - CDU bietet SPD Unterstützung an
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15:06 19.05.2015
Das Neue Rathaus in Leipzig. Quelle: Volkmar Heinz

Eine Überarbeitung der Förderlandschaft nach Sozialräumen sei mehr als überfällig. Grundsätzlich sei die Frage zu beantworten, warum "bei immer mehr Arbeitsplätzen für Jugendliche, dem Ausbau der Schulsozialarbeit und vieler anderer Angebote die Zahlen der sehr teuren erzieherischen Hilfen immer höher" würden. Seine Fraktion, so Albrecht, habe schon 2011 eine Überarbeitung der Bewertungsgrundlagen für die Jugendhilfe angemahnt. Die Stadt beauftragte daraufhin ein Gutachten. "Durch die neue Bewertung können Projekte, die über lange Zeit gut gearbeitet, aber nicht mehr angenommen werden, aus der Förderung genommen werden", so Albrecht. Rechtswidrige prozentuale Kürzungen bei den Leistungsanbietern sollten stattdessen der Vergangenheit angehören, neue gute Projekte eine Chance bekommen.

Die Linke will sich zwar keiner Fachdiskussion über die Angebote der Kinder- und Jugendhilfe verschließen, sieht in dem Vorstoß von Dyck aber einen Irrweg. "Seit vielen Jahren wird das Pferd jedoch falsch herum aufgezäumt", moniert die Ratsfraktion. Bedarfe würden finanziellen Maßgaben unterworfen. Die Linke hält dagegen eine Anpassung der Förderung der freien Träger an die aktuelle Entwicklung bei Personal- und Sachkosten für überfällig. Es sei zudem zu hinterfragen, warum vergleichbare Städte wie Dresden und Düsseldorf über ein "weitaus höheres Förderbudget für die Kinder- und Jugendarbeit verfügen" als die Stadt Leipzig. Kritik äußerte auch der Stadtjugendring. Es werde der Eindruck erweckt, Jugendarbeit sei "überflüssig, unnütz und überteuert". "Wie soll man Kindern und Jugendlichen Perspektive und Bildung geben", kritisiert der Verein, "wenn man ständig in Frage gestellt wird und jedes Jahr selbst nicht weiß, ob es im nächsten weitergeht?"

Wie berichtet, sprach sich der SPD-Fraktionsvorsitzende für einen Bestandsaufnahme in der Jugendhilfe aus, um zu sehen, wofür wie viel Geld wohin fließe und ob die Stadt alle Angebote tatsächlich vorhalten müsse. "Das wird mit Sicherheit schmerzhaft", so Dyck. Leipzig gibt jedes Jahr neun Millionen Euro zur Förderung der Jugendarbeit aus.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.12.2013
Klaus Staeubert

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