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Lokales Leipziger Jugendparlament – ab Montag wird online gewählt
Leipzig Lokales Leipziger Jugendparlament – ab Montag wird online gewählt
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09:34 27.03.2017
Haben begonnen: Die Wahlen zum Leipziger Jugendparlament. Quelle: Knofe
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Leipzig

Exakt 36 junge Leute aus den Jahrgängen 1995 bis 2001 ringen um die Gunst ihrer Altersgefährten, wollen sich in einem Gremium engagieren, das es noch gar nicht so lange gibt. Ab heute, 8 Uhr, findet zum zweiten Mal in der Stadtgeschichte die Wahl zum Leipziger Jugendparlament statt. Bis zum 3. April, 8 Uhr, haben Heranwachsende, die am 2. April mindestens 14, höchstens aber 21 sind und die seit mindestens drei Monaten ihren Hauptwohnsitz in Leipzig haben, die Möglichkeit des Online-Votums. Bis zu drei Stimmen können beliebig auf die drei Dutzend Kandidaten verteilt werden. Die besten 20 Bewerber sind gewählt. Die Kandidierenden, die es nicht unter die Top 20 schaffen, erhalten in der Reihenfolge ihres Ergebnisses einen Platz auf der Nachrückerliste – für den Fall, dass eine Jugendparlamentarierin oder ein Jugendparlamentarier ausscheidet.

Ende Januar war im UT Connewitz in der Wolfgang-Heinze-Straße der Wahlkampf eröffnet worden. Wobei es einen „Kampf“, wie vor Landtags- oder Bundestagswahlen zu erleben, nicht wirklich gab. Das Forum „Klartext! Wir stellen uns vor“ in der Volkshochschule Mitte des Monats und die Möglichkeit, sich auf der Website: www.leipzig.de/ jugendparlament via Fragebogen zu präsentieren – das war’s im Wesentlichen. Das Angebot, auf besagter Internetseite des Jugendparlaments auf sich aufmerksam zu machen, nutzten nicht einmal alle Kandidaten. Andere hingegen entwarfen eigene Flyer – Annegret Janssen aus Alt-West, Jahrgang 1997, zum Beispiel.

Die Wahlberechtigten wiederum erhielten in der Zwischenzeit Post vom Amt für Statistik und Wahlen, erfuhren in einem persönlichen Brief, dass es für die Online-Wahl ein individuelles Passwort braucht und wie dies gebildet wird. Ist der Code einmal verwandt worden, verliert er seine Gültigkeit – womit Mehrfach-Wahlgänge unmöglich sein dürften. Freunde des analogen Wählens sind bis zum 3. April im Zimmer 124 des Neuen Rathauses willkommen – und zwar immer zwischen 9 und 16 Uhr. Das besagte Anschreiben und den Personalausweis mitzubringen, empfiehlt sich.

Wer keinen Brief erhielt, aber glaubt, wahlberechtigt zu sein, kann die Eintragung ins Wählerverzeichnis beantragen. Hierzu besteht in der Zeit vom 27. bis 31. März beim Amt für Statistik und Wahlen, Stadthaus, Burgplatz 1, Zimmer 246, mündlich Gelegenheit.

Bei der ersten Jugendparlamentswahl im März 2015 betrug die Wahlbeteiligung gerade mal 4,2 Prozent. Von den rund 32 000 Wahlberechtigten machten seinerzeit genau 1353 Jugendliche mit. Das soll nach dem Wunsch von Linken-Nachwuchspolitiker William Rambow (Jahrgang 1996), dem Vorsitzenden des Jugendbeirats, besser werden. Der junge Mann aus dem Leipziger Südosten setzt auf die Zweistelligkeit. „Ich hoffe, dass unsere Jugendlichen mitziehen“, sagt der Student der Politikwissenschaft und Wirtschaftswissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der wieder kandidiert.

Der Jugendbeirat setzt sich aus acht Mitgliedern des Jugendparlaments und einem Mitglied jeder Stadtratsfraktion – zur Zeit fünf – zusammen. Dieses Gremium ist nötig, um dem Jugendparlament Rede- und Antragsrecht in der Leipziger Ratsversammlung zu geben. Der Beirat tagt in der Regel alle zwei Monate, das Jugendparlament alle vier Wochen.

Dominic Welters

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