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Leipziger Justiz schließt Akten zu Schlägerei, Mord an 28-jährigem Club-Gast noch ungeklärt

Acht Jahre nach Disko-Krieg Leipziger Justiz schließt Akten zu Schlägerei, Mord an 28-jährigem Club-Gast noch ungeklärt

Der Mörder des 28-jährigen Russlanddeutschen, der vor mehr als acht Jahren beim Disko-Krieg in Leipzig erschossen wurde, ist weiter auf freiem Fuß. „Die Ermittlungen zu diesem Tötungsdelikt sind noch nicht abgeschlossen“, sagte Staatsanwalt Ricardo Schulz. Verfahren um weitere Gewaltexzesse vom 8. März 2008 wurden eingestellt.

Das Amtsgericht Leipzig schloss endgültig die Akten zum Angriff auf die Schauhaus-Disko vom 8. März 2008 und stellte die Strafverfahren ein.
 

Quelle: Andreas Döring

Leipzig. Mehr als acht Jahre nach dem Disko-Krieg in Leipzig ist der Mord an einem Russlanddeutschen ungeklärt. „Die Ermittlungen zu diesem Tötungsdelikt sind noch nicht abgeschlossen“, teilte Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz am Mittwoch auf Anfrage mit. Zu Einzelheiten wollte er sich nicht äußern. In der Innenstadt war am 8. März 2008 ein 28-Jähriger vor dem Club Mia‘s erschossen worden. Endgültig geschlossen hat die Justiz indes in dieser Woche die Strafakten zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung an der Disko Schauhaus, die den Todesschüssen vorausgegangen war.

Wie berichtet, warf die Staatsanwaltschaft sechs Migranten zunächst vor, die Disko mit Steinen, Flaschen und diversen Gegenständen beworfen zu haben, um sich gewaltsam Zutritt zu verschaffen und an Türstehern zu rächen. Diese sollen kurz zuvor mehrere Ausländer, Gäste der Schauhaus-Disko, verprügelt und teils schwer verletzt haben. Doch Polizei und Justiz scheiterten bei der Aufklärung von Tat und Hintergründen: Die Szene mauerte, beklagten Ermittler. So endete das Großverfahren gegen die Türsteher im Herbst 2014 aus Mangel an Beweisen mit Freisprüchen. Und auch die Verfahren wegen besonders schweren Landfriedensbruches gegen sechs angeklagte Migranten – darunter der Iraner Sooren O. als eine der Schlüsselfiguren im Disko-Krieg und aktuell wieder bei der tödlichen Schießerei am 25. Juni in der Leipziger Eisenbahnstraße – wurde gegen die Zahlung einer Geldbuße von je 400 Euro an den Leipziger Uni-Kinderklinik-Förderkreis bereits im Januar 2016 vorläufig eingestellt. Nur weil einer der Beteiligten nicht gezahlt hatte, wurde der Fall für Mittwoch erneut auf die Tagesordnung am Leipziger Amtsgericht gesetzt. Im letzten Moment floss jedoch der Betrag.

Der Ende Juni bei dem Bandenkrieg zwischen Rockern der Hells Angels und United Tribuns schwer verletzte Sooren O. (31), Vize-Chef der Tribuns-Straßengang, ist dem Vernehmen nach inzwischen wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden.

Von S.K.

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