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Lokales Leipziger Karnevalsumzug: Verbot von Waffen-Attrappen - keine Betonpoller geplant
Leipzig Lokales Leipziger Karnevalsumzug: Verbot von Waffen-Attrappen - keine Betonpoller geplant
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10:00 22.02.2017
Karnevalsumzug in Leipzig. Ein Lkw-Fahrverbot ist nicht geplant. Quelle: Andre Kempner
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Leipzig

Der Messestadt steht ein närrisches Wochenende bevor. Doch in Zeiten erhöhter Anschlagsgefahr werden auch beim Karnevalsumzug bestehende Sicherheitsvorkehrungen überprüft. Vorläufiges Ergebnis der Kooperationsgespräche zwischen Polizei und Veranstalter: Straßensperrungen beispielsweise mit Betonpollern oder ein Lkw-Fahrverbot wie in anderen Städten soll es während des Rosensonntagsumzuges am Sonntag in der Innenstadt nicht geben. Das sagte Polizeisprecherin Maria Braunsdorf auf LVZ-Anfrage. Zwar steht das Sicherheitskonzept noch nicht abschließend fest. Doch bisher gebe es keine Anhaltspunkte, dass das bestehende Konzept nicht greift. Auch Anschläge mit Lastwagen wie auf einen Berliner Weihnachtsmarkt oder während des Nationalfeiertages in Nizza seien in die Überlegungen miteinbezogen worden.

Der Umzug beginnt am Sonntag um 14 Uhr und verläuft über Hainstraße, Markt (Westseite), Peters-straße, Preußergäßchen, Neumarkt, Reichsstraße, Salzgäßchen zum Markt/Altes Rathaus. Insgesamt nehmen 28 Wagen an der Veranstaltung teil. Generell gilt: Auf dem Umzug selber ist der Veranstalter, der Leipziger Karneval e.V., für die Sicherheit zuständig, die Polizei sichert vor allem um den Umzug herum ab. „Es werden nach derzeitigem Stand allein Kräfte der Polizeidirektion Leipzig vor Ort sein“, so Maria Braunsdorf.

Ein anderer Punkt bei der Sicherheit hatte zwischenzeitlich für Wirbel gesorgt: Ein Verbot von Waffenattrappen beim Karneval. Polizeisprecherin Braunsdorf stellte gegenüber LVZ.de am Dienstag klar: „Wenn man nicht erkennen kann, ob es sich tatsächlich um eine Waffe handelt oder nicht, sind solche Attrappen generell verboten. Nicht nur beim Karneval.“ Die Polizei habe lediglich nochmal auf das bestehende Verbot laut Waffengesetz hingewiesen, dazu gehören Schuss-, als auch Stichwaffen. Wer als sich als Cowboy oder Ritter verkleiden möchte, muss also gegebenenfalls auf ein wichtiges Accessoir verzichten. Sollten trotzdem Attrappen beim Umzug auftauchen, sieht die Polizei in erster Linie die Veranstalter in der Pflicht. „Ansonsten muss die Polizei einschreiten und die Attrappen beschlagnahmen“, so Braunsdorf. Dann bestehe auch ein Verdacht auf Verstoß gegen das Waffengesetz.

Von luc

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