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Leipziger Kinderwunschzentrum feiert seinen 10. Geburtstag

Reproduktionsmedizin in Leipzig Leipziger Kinderwunschzentrum feiert seinen 10. Geburtstag

Die Ärztinnen Dr. Astrid Gabert und Dr. Katharina Bauer erfüllen kinderlosen Paaren den Wunsch nach einem eignen Kind. In ihrer 10-jährigen Tätigkeit haben sie 2300 Kinder zur Welt gebracht.

In ihrem praxiseignen Labor gibt das Team der Klinik alles, um den Wunsch nach einem Kind zu verwirklichen .
 

Quelle: André Kempner

Leipzig. Viele Paare wünschen sich Kinder. Für einige bleibt dieser Wunsch manchmal unfreiwillig unerfüllt. Wer nicht aufgeben möchte, kann sich an das Kinderwunschzentrum von Dr. Astrid Gabert, Dr. Katharina Bauer und ihr Team wenden. Die beiden Frauen leiten eine Praxis für Reproduktionsmedizin im Herzen von Leipzig. Beide sind Ärztinnen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit einer Zusatzausbildung in Reproduktionsmedizin. „Nur mit dieser Ausbildung darf man so eine Kinderwunschklinik überhaupt eröffnen und leiten“, erklärt Dr. Gabert.

Die beiden Frauen kennen sich schon viele Jahre und haben 2005 ihre Praxis eröffnet – in diesem Jahr feiern sie ihr 10-jähriges Bestehen. „Wir waren deutschlandweit die ersten Frauen, die eine solche Klinik eröffnet haben und in Sachsen überhaupt erst die Dritten“, sagt Bauer. In diesen zehn Jahren konnten sie 2300 Kinder zur Welt bringen. „Das sind natürlich nur die Kinder, von denen wir wissen“, so Kathrin Bauer. „Nicht jedes Elternpaar meldet sich nach der Geburt bei uns.“ Die Patienten die zu Astrid Gabert und Katharina Bauer in die Praxis kommen, haben oft schon eine lange Geschichte hinter sich. „Die Paare brauchen nicht nur einen medizinischen Rat, sondern oft auch einen psychologischen. Wenn wir ihnen dann am Ende helfen können, ist das für uns natürlich sehr schön“, sagt Dr. Gabert.

Die Ärztinnen bieten verschiedene Behandlungsmethoden, um den Paaren zu helfen. Es beginnt bei einfacher Zyklusoptimierung und endet bei der ICSI Methode oder In-vitro-Fertilisation, kurz IVF, dabei werden Eizelle und Spermium im Labor im Reagenzglas zusammengebracht. Nach 24 Stunden im Inkubator des Labors ist bereits zu erkennen, ob das Spermium die Eizelle befruchtet hat. Bei Erfolg wird dann der Embryo der Frau wieder eingesetzt, er kann aber auch bis zu fünf Tagen im Labor wachsen“, erklärt Gabert. „Mit jedem Patienten stimmen wir uns natürlich individuell ab. Wenn jemand eine bestimmte Methode ablehnt, dann respektieren wir das“, sagt Gabert.

Die Kosten einer solchen Behandlung sind nicht außer Acht zu lassen. Die Behandlungszeit wird in Zyklen gerechnet. Ein Zyklus dauert sechs Wochen und kostet etwa 3600 Euro. Das müssen die Paare jedoch nicht allein stemmen. „Nicht jeder, der sich ein Kind wünscht, hat die finanziellen Mittel, aber glücklicherweise zahlen die gesetzlichen Krankenkassen 50 Prozent der Kosten“, erklärt Gabert. „Darüber hinaus“, fügt Bauer hinzu „besteht die Möglichkeit eine Förderung durch Land und Bund zu beantragen.“ Seit 2012 gilt das Kinderwunschfördergesetzt, in Kraft gesetzt von der damaligen Familienministerin Schröder.

Kinderlose Paare sollten so bei der Finanzierung der Behandlung unterstützt werden. 25 Prozent des Eigenanteils der Eltern werden seitdem übernommen. Außerdem kann man weitere 25 Prozent beim Land beantragen. Wie viele Eizellen der Frau eingesetzt werden, hat keine Auswirkungen auf die Kosten. Maximal sind jedoch zwei, bei Frauen ab 38 auch drei Embryonen erlaubt, die in dieser Zeit eingepflanzt werden dürfen. Dadurch ist die Zahl der Mehrlingsgeburten – oft ein Kritikpunkt an der künstlichen Befruchtung – zurückgegangen. Denn der sechswöchige Zyklus muss einmal bezahlt werden.

Natürlich ist eine künstliche Befruchtung ein Eingriff und mit Risiken verbunden und eine 100-prozentige Erfolgsquote gibt es leider auch nicht. Aber die Ärztinnen sind mit ihrem Schnitt sehr zufrieden. „Wir haben eine Erfolgsquote von 40 Prozent bei den Befruchtungen per IVF, das ist für uns ein tolles Ergebnis und im deutschen Vergleich liegen wir damit unter den Top Ten“, freut sich Dr. Gabert. Denn jede Klinik muss seine Ergebnisse an das D-I-R Register der Ärztekammer melden. Es hilft bei der Überwachung der künstlichen Befruchtungen in Deutschland und ist gleichzeitig hilfreich dabei, Erfolgsquoten und Häufigkeit dieser Behandlung zu erfassen. Natürlich kommt es auch immer auf das Alter der Patientin an.

Das Schönste an ihrer Arbeit und da stimmen beide Frauen überein sei natürlich der Dank ihrer Patienten. „Ganz viele Eltern kommen zu uns, bedanken sich für die Hilfe und zeigen uns ihr Neugeborenes. Das ist wirklich etwas ganz Tolles für uns.“

Von Tatjana Kulpa

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