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Lokales Leipziger Kirchen danken der Polizei
Leipzig Lokales Leipziger Kirchen danken der Polizei
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09:00 26.02.2016
Propst Gregor Giele und Pfarrerin Dorothea Arndt (rechts) bedankten sich Donnerstag Nachmittag vor den versammelten Polizeibeamten. Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Einfach mal ein Dankeschön bekommen: Knapp 100 Beamte von Polizeidirektion Leipzig und Bereitschaftspolizei versammelten sich Donnerstag Nachmittag im Gemeindesaal der katholischen Propsteikirche. Initiatoren der ungewöhnlichen Aktion waren Propst Gregor Giele und sein evangelischer Kollege Superintendent Martin Henker. Vor dem selbst gebackenen Kuchen gab es ernste Worte. „Sie haben eine undankbare Aufgabe, für die wir ihnen danken wollen“, erklärte Giele den versammelten Beamten. Und Pfarrerin Dorothea Arndt, die den urlaubenden Superintendenten vertrat, nannte den Job der Leipziger Polizei einen „Dienst, der dem Frieden in der Stadt dienen soll“.

Henker und er seien bei einer Demo gegen Legida auf die Idee gekommen, sagte Giele der LVZ, „weil die Beamten bei diesen vielen Demonstrationen zunehmend zwischen alle Fronten geraten und meistens nur kritisiert werden, sie würden entweder zu wenig oder zu viel tun. Dabei sorgen sie unter Einsatz ihrer Gesundheit dafür, die Demonstrationsfreiheit zu wahren“. Giele hat nach eigenem Bekunden an rund 20 Protestversammlungen gegen Legida teilgenommen. „Nach meiner Beobachtung hat die Gewalt auf beiden Seiten zugenommen“, erklärte er. „Da herrscht das Gesetz der Straße, die Slogans werden immer radikaler.“ Man dürfe jedoch nie vergessen, dass in jeder Uniform ein Mensch steckt, der zu Hause eine Familie hat.

„Das sind Mütter und Väter, die ihren Kopf hinhalten für die Demokratie“, zollte Leipzigs Polizeipräsident Bernd Merbitz seinen Beamten Hochachtung. „Sie sind einer Gewalt ausgesetzt, die nicht hinnehmbar ist.“ Es werde mehr Polizei benötigt, betonte Merbitz. „Wenn Angst und Furcht umschlagen in Hass und Gewalt, müssen wir entschieden dagegen vorgehen.“

Oberbürgermeister Burkhard Jung sieht neben der Staatsgewalt auch Politik und Zivilgesellschaft in der Verantwortung. In einem „Klima aus Misstrauen, Hass, Fremdenfeindlichkeit und Aggressivität von links und rechts“ sei die Polizei mehr und mehr der Prügelknabe. Zumal das Gewaltmonopol des Staates nicht mehr akzeptiert werde, so Jung und verwies auf bekannt gewordene Pläne für eine Bürgerwehr im Stadtgebiet und autonome Strukturen in Connewitz.

Insofern sei die Einladung für die Veranstaltung durchaus überraschend gewesen, räumte Merbitz launig ein. Dabei könne schon eine Kleinigkeit helfen, die Akzeptanz der Ordnungshüter in der Öffentlichkeit zu stärken, sagte Horst Kretzschmar, Chef der Bereitschaftspolizei. Es sei nicht „die Polizei“, sondern „unsere Polizei“, so der altgediente Beamte, „wir gehören zu Sachsen.“

Von Frank Döring

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