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Leipzig Lokales Leipziger Kita-Großinvestor baut weitere Einrichtungen
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00:59 05.06.2014
Alexander Malios baut jetzt schon vier Kindertagesstätten in Leipzig und vermietet sie an die Stadt. Für zwei weitere Kitas laufen die Vorbereitungen. Quelle: André Kempner

Wieder mal mit dabei: der Leipziger Immobilienkaufmann Alexander Malios. Im Stadtgebiet hat er bereits zwei andere Kitas errichten lassen; die nächsten beiden sind schon geplant.

Der gebürtige Dresdner ist seit 1984 in Leipzig und betreibt eigentlich eine Immobilienverwaltungsfirma. Vor fünfeinhalb Jahren haben er und seine Frau mit sieben weiteren Bürgern die Leipziger Kinderstiftung ins Leben gerufen, mit der sie die Kinderarmut in der Stadt bekämpfen wollen. "Durch die Stiftung habe ich den Kontakt in die Stadtverwaltung erhalten", erzählt Malios.

Im Rathaus arbeitet er mit Petra Lewandowski zusammen, der einstigen Vertrauten des ehemaligen Finanzbürgermeisters Peter Kaminski. "Die Stadt sagt mir, in welchen Stadtteilen sie neue Kitas braucht und ich akquiriere die Flächen dafür", beschreibt der Immobilienkaufmann die Zusammenarbeit. In der Verwaltung werde dann sein Flächenvorschlag und sein Bauplan von mehreren Instanzen geprüft. Wenn es grünes Licht gibt, kauft Malios die Fläche und baut auf eigene Kosten die Kita. Die Stadt zahlt dann 25 Jahre lang Miete, in den Verträgen sind auch Verlängerungsoptionen von zweimal fünf Jahren enthalten. "Wegen der langen Mietverträge finanzieren die Banken solche Bauvorhaben", so der Projektentwickler. Was nach Ablauf der Mietzeit mit den Objekten geschehe, werde später entschieden. "Das machen dann meine Kinder."

Auf diese Weise hat Malios bereits in den vergangenen Monaten den Bau von zwei anderen Kitas gestartet. In der Marcusgasse 7 entsteht für drei Millionen Euro ein Projekt mit 180 Plätzen, in der Stahmelner Straße 28 werden für 2,2 Millionen Euro 133 Betreuungsplätze geschaffen; diese Objekte sollen im Dezember 2014 beziehungsweise im Mai 2015 bezugsfertig sein.

Für die beiden Kindertagesstätten an der Kohlgartenstraße hat sich Alexander Malios mit zwei Partnern zusammengetan - gemeinsam bringen sie für dieses Vorhaben rund 6 Millionen Euro auf. "Das ist keine Micky-Maus-Veranstaltung", sagt Immobilien-Profi Malios - bereitet aber dennoch schon zwei weitere Kita-Bauprojekte im Stadtgebiet vor. "Natürlich muss so ein Projekt finanziell aufgehen", meint der Vater von drei erwachsenen Kindern. "Aber es ist auch viel Herz dabei."

Beide Einrichtungen sollen im zweiten Quartal 2015 öffnen; Träger sind der Verein Fairbund und die Outlaw GmbH. Zwei Drittel der neu entstehenden Plätze sind für die Kita-Nutzung vorgesehen, ein Drittel für Krippenkinder.

Zum Spatenstich gekommen ist auch Jugendamtsleiter Nicolas Tsapos. "Leipzig wächst wie keine andere Stadt", sagt er und begrüßt das Engagement der Bauherren. Allein in diesem Jahr entstünden im Stadtgebiet 2000 neue Kita-Plätze.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.06.2014

Andreas Tappert

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