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Lokales Leipziger Kita-Initiative ruft zur Demo vor dem Neuen Rathaus auf
Leipzig Lokales Leipziger Kita-Initiative ruft zur Demo vor dem Neuen Rathaus auf
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11:26 21.06.2017
Dieser Knirps, hier bei einer früheren Leipziger Demo, hat vielleicht mittlerweile einen Betreuungsplatz – doch viele Eltern suchen in Leipzig nach wie vor eine Kitaplatz für ihre Kinder. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Trillerpfeifen, Tröten, Rasseln – die Leipziger Kitaplatz-Initiative will sich heute ab 15.30 Uhr vor dem Neuen Rathaus lautstark Gehör verschaffen. In einer Online-Petition fordern die Vertreter, dass Eltern, die in Leipzig verzweifelt einen Betreuungsplatz suchen, mehr Unterstützung durch die Stadt bekommen. Rund 500 Unterstützer haben die Petition bereits unterzeichnet, noch gut zwei Wochen lang ist das online weiterhin möglich.

Die Demo ist ausdrücklich als Familienevent geplant – mit Picknick, Kinderschminken und Musik. Ab 16 Uhr werden die Forderungen verlesen, Politiker von der Linken, den Grünen, von SPD und CDU haben ebenfalls Redebeiträge angekündigt. Um 17 Uhr soll die Petition an Sozialbürgermeister Thomas Fabian übergeben werden.

Das könnte dann gerade noch in die Pause der Stadtratssitzung fallen, die heute ab 14 Uhr im Neuen Rathaus stattfindet. Rederecht für Betroffene in der Ratsversammlung gehört genauso zu den Forderungen der Kita-Initiative wie regelmäßige Informationsabende, bei denen Verantwortliche wie Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD) sich den Fragen der Eltern stellen sollen.

„Nehmt uns endlich ernst“

Mehr Transparenz bei der Kita-Platz-Vergabe, eine einheitliche Vergabe über das Portal meinkitaplatz-leipzig.de und die Verpflichtung aller Einrichtungen, ihre Plätze über die Webseite der Stadt zu melden, sind weitere zentrale Punkte der Petition. Letztlich fordert die Elterninitiative aber vor allem mehr Kitaplätze. So soll eine Kita-Gründungsberatung engagierte Initiativen unterstützen. Der Fokus der Stadt müsse außerdem auf dem Ausbau der Betreuungsplätze für Krippenkinder unter drei Jahren liegen.

Das Interessen- und Aktionsnetzwerk sagt auch: Die Situation in Leipzig ist komplex – und die Stadt treibt den Ausbau von Plätzen voran. Aber „das Bild der 450 anstehenden Familien vor einer Leipziger Kita, die 165 Plätze zu vergeben hat, spricht Bände“. Der akute Mangel könne nicht akzeptiert werden. Wenn Mütter und Väter keine Betreuungsplätze für den Nachwuchs bekämen, habe das weitereichende Folgen – bis zum Verlust des Arbeitsplatzes. Eindringlicher Appell: „Nehmt uns endlich wahr und ernst!“

Von Evelyn ter Vehn

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