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Lokales Leipziger Könneritzstraße ist wieder für Anlieger frei
Leipzig Lokales Leipziger Könneritzstraße ist wieder für Anlieger frei
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19:43 11.11.2016
Der Umbau ist geschafft: Oberbürgermeister Jung (2. von links) kann wegen seines Hexenschusses nur gießen, LVB-Chef Ulf Middelberg, Bürgermeisterin Dorothee Dubrau, Wasserwerke-Chef Ulrich Meyer und Spender Gunther Wilde (von links) graben. Quelle: Foto: André Kempner
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Leipzig

 Mit der Pflanzung eines Japanischen Schnurbaums wurden Freitag an der Ecke Stieglitzstraße die Umbauarbeiten in der Könneritzstraße abgeschlossen. Anwohner und Gewerbetreibendender alten Einkaufsmeile sind erleichtert. Weil noch Restarbeiten in den Einmündungsbereichen Holbein- und Brockhausstraße zu erledigen sind, kann der Durchgangsverkehr erst wieder ab dem 30. November durch die Straße fahren. Auch die Baumpflanzarbeiten laufen noch.

Die symbolische Pflanzung des Schnurbaums an der Südseite der Konsum-Kaufhalle gestaltete sich schwieriger als gedacht. Denn Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) war nicht in der Lage, einen Spaten in die Erde zu rammen. Der Grund: Jung hat einen Hexenschuss. Um doch noch an dem Akt mitzuwirken und auf dem historischen Foto präsent zu sein, wurde ihm geraten, wenigstens so zu tun, als ob er grabe – doch das wollte der OBM nicht. Schließlich einigte man sich darauf, dass Jung für das Foto eine Gießkanne in die Hand nimmt und Wasser auf den japanischen Baum rieseln ließ. „Ich habe Freunde in der Könneritzstraße und wusste während der zweijährigen Umbauzeit häufig nicht, wie ich sie besuchen kann“, verriet er dabei mit Blick auf die zahlreichen Umleitungen.

Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) sprach von 19 verschiedenen Umleitungen, die in den vergangenen beiden Jahren für den Umbau der Einkaufsmeile notwendig waren; Zuhörer waren der Meinung, es seien sogar über 80 gewesen. Die Bürgermeisterin räumte ein, dass der Bauaufwand größer war als geplant. So sei zwischen den Gleisen ein großer Kanal entdeckt worden, der in keinen Plänen eingezeichnet war und aufwendig abgebrochen werden musste. Außerdem seien in einem Bodenabschnitt chemische Substanzen entdeckt worden und der Untergrund nicht so trägfähig gewesen wie angenommen. Das machte zusätzliche Verdichtungsarbeiten erforderlich. „Trotzdem ist es gelungen, sowohl die Bedingungen für den Verkehr zu verbessern als auch die Aufenthaltsqualität deutlich zu erhöhen“, betonte sie. „Ich wünsche allen viel Glück mit ihrer neuen Straße.“

Auch viele Anwohner sind der Meinung, dass der Umbau gelungen ist. Einige fürchten sogar, dass er zu gut durchgeführt wurde und die Mieten steigen. „Unsere Interessengemeinschaft Könneritzstraße wird deshalb bestehen bleiben“, kündigte Frederike Fellmer von der Salbenmanufaktur „Beti Lue“ an. Sie glaubt, dass den Händlern und Gewerbetreibenden im nächsten Jahr eine große Herausforderung bevorsteht. „Viele Mietverträge laufen zum Jahresende aus und müssen neu verhandelt werden“, so Fellmer. Bei den bisherigen Konditionen seien die langwierigen Bauarbeiten eingepreist gewesen, deshalb sei nicht ausschließen, dass die Mieten nach oben gehen. Auch auswärtige Investoren würden zunehmend auf die KÖ aufmerksam. „Dabei sind wir keine 1A-Lage“, so die Händlerin. Vom klugen Agieren der Eigentümer werde es abhängen, ob die Vielfalt und das Flair der Könneritzstraße erhalten bleiben.

Von Andreas Tappert

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