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Lokales Leipziger Krystallpalast-Areal: Baustart erst 2019
Leipzig Lokales Leipziger Krystallpalast-Areal: Baustart erst 2019
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13:43 11.03.2018
Das Krystallpalast-Areal (gelb) soll bald keine Brachfläche mehr sein. Quelle: Modell: Stadt Leipzig
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Leipzig

Wie berichtet, sind auf dem früheren Krystallpalast-Areal an der Brandenburger Straße etwa 175 Wohnungen, 164 Studenten- und 320 Hotelzimmer sowie weitere Gewerbeflächen vorgesehen. Einen entsprechenden Bebauungsplan hatte der Stadtrat im Mai 2017 beschlossen. Laut diesem Dokument entstehen in den künftigen Tiefgaragen des 2,2 Hektar großen Geländes lediglich 230 Pkw-Stellplätze – üblich wären fast doppelt so viele. Wegen der Nähe zum Hauptbahnhof und zur City ging die Stadt bei den Stellplätzen aber an die untere Grenze dessen, was planungsrechtlich erlaubt ist. Stattdessen sollen unter anderem Car-Sharing und 700 Fahrrad-Stellplätze die Mobilität in dem Quartier auf umweltfreundliche Art sichern.

Großvorhaben in Rekordzeit auf den Weg gebracht

In den vergangenen Monaten gab es noch Änderungen bei der Krystallpalastareal GmbH & Co. KG (KPA), der das Areal gehört, erläuterte Straub nun. KPA war ursprünglich eine gemeinsame Projektgesellschaft der SAX-Gruppe und des Leipziger Unternehmens Conpartis. In Rekordzeit hatten sie die Planungen für das auf 80 Millionen Euro veranschlagte Großvorhaben auf den Weg gebracht. Wie berichtet, wurden dabei fünf Architekten-Teams in eine Städtebauwerkstatt sowie die Fassaden-Gestaltung einbezogen. Der Masterplan fußte auf einem gemeinsamen Konzept des Leipziger Büros Zila Architektur und Atelier Loidl Landschaftsplaner aus Berlin. Sie entwickelten auch die Idee, im größten der vier Höfe ein Arboretum einzurichten – eine Art botanischer Garten als Ruhezone für die Bewohner. Außerdem waren die Architekturbüros Deluse, Grunwald & Grunwald, Kalkhof sowie RKW an den Planungen beteiligt.

Firma aus Luxemburg mischt mit

Nach dem Ratsbeschluss zum Bebauungsplan wendete sich Conpartis anderen Leipziger Quartiersentwicklungen wie dem Areal des Eutritzscher Freiladebahnhofs zu. Da die 1994 gegründete SAX-Gruppe ausschließlich als Co-Investor auftritt, hat sie über ihre Projektgesellschaft KPA kürzlich Teile des Krystallpalast-Areals an das in Luxemburg ansässige Unternehmen Argo Capital Partners veräußert, so Geschäftsführer Straub. „Argo Capital Partners wird gemeinsam mit einem norddeutschen Family Office und einem Frankfurter Kooperationspartner die weitere Projektentwicklung und Realisierung der erworbenen Flächen durchführen“, erklärte er. Aktuell seien die Käufer dabei, das Nutzungskonzept im Rahmen der Möglichkeiten des Bebauungsplans zu verfeinern und mit möglichen Endnutzern abzustimmen. Im Anschluss sollen dann die Bauanträge eingereicht werden.

Die SAX-Gruppe wolle die Käufer weiterhin beraten und zugleich die im Besitz der KPA verbliebenen Flächen „ebenfalls in den kommenden Jahren entwickeln und realisieren“. Hierzu gehöre auch ein Hochhaus mit 16 Geschossen im Ostteil des Geländes – nahe der Lucky-Bike-Niederlassung neben der Hofmeisterstraße.

Areal beherbergte einst den größten Vergnügungspark Deutschlands

Das Krystallpalast-Areal beherbergte um 1900 den größten Vergnügungspark Deutschlands. Im Zweiten Weltkrieg komplett zerstört, errichtete dort später der Zirkus Aeros eine Spielstätte aus Holz, die 1961 zum „Haus der heiteren Muse“ ausgebaut wurde. 1992 brannte diese Spielstätte ab.

Von Jens Rometsch

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