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Lokales Leipziger Kulturzentrum Anker soll zum 145. Geburtstag fertig sein
Leipzig Lokales Leipziger Kulturzentrum Anker soll zum 145. Geburtstag fertig sein
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09:30 14.09.2017
Unter anderem mehrere Leipziger Stadträte, Landtagsmitglieder und Bundestagskandidaten waren zum Richtfest in den Saal des Kulturzentrums Anker gekommen. Im Hintergrund ist die bereits komplett neu gemauerte Bühne zu sehen.  Quelle: Foto: André Kempner
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Leipzig

 Die gute Nachricht war gestern, dass sich die Baukosten für das Kulturzentrum Anker nicht weiter erhöht haben. So konnte Zimmermann Rainer Wittig fröhlich den Richtspruch für das historische Saalgebäude an der Renftstraße in Möckern vortragen. Bekanntlich gab es in den letzten Jahren beim Thema Finanzierung immer wieder Hiobsbotschaften. 2017 billigte der Stadtrat eine nochmalige Erhöhung auf 5,8 Millionen Euro, wobei 1,5 Millionen Euro Fördermittel fließen.

Das sollte nun aber wirklich reichen, drückte Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (Linke) nach dem Aufziehen des Richtkranzes die Daumen. „Ab nächstes Jahr kann hier wieder getanzt, gerockt und Musik gehört werden. Der Stadtteil wird sich seinen Anker zurückholen“, prophezeite sie. Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) erinnerte daran, dass das vorerst letzte Konzert im Saal schon am 31. März 2014 stattgefunden hatte. „Mancher glaubte später gar nicht mehr, dass wir hier noch mal stehen können“, sagte sie unter dem inzwischen ganz ausgetauschten Dachstuhl. „Aber es gab immer auch die Förderer des Ankers, die gesagt haben: Ja – wir schaffen das.“

Zwar nicht Bob, der Baumeister, von dem dieses Zitat stammt, jedoch insgesamt 20 Fachfirmen sind in dem am 1. Juni 1873 eröffneten Anker-Saal aktiv. Den Abriss etlicher Wände, des Daches sowie der Bühne hat die Firma Boost aus Mücheln übernommen. Sie erstellte auch den nun fast fertigen Ersatz-Rohbau und wurde von Anker-Chefin Heike Engel gestern geradezu mit Lob überhäuft.

Aus Sicht des Denkmalschutzes besonders wichtige Teile wie die hölzerne Treppe, die Galerie oder deren Geländer wurden zuvor demontiert. Sie kehren nach ihrer Restaurierung auf den angestammten Platz zurück, erklärte Dubrau. Die Statik des nördlichen Gebäudeteils sei durch eine Hochdruckinjektionsunterfangung gesichert worden. „Im August fanden die Arbeiter auf der Baustelle ein Igelnest mit drei Jungtieren. Sie konnten ins Igelschutzzentrum gebracht werden.“

Etwa im März 2018 sollen die Arbeiten beendet werden. Danach kann das Team des Soziokulturellen Zentrums seine Bühnen- und sonstige Technik montieren und alles testen. Sie hoffe, dass im Mai oder spätestens zum 145. Geburtstag am 1. Juni die erste neue Veranstaltung im Saal beginnt, so Engel. Bis dahin finden die Konzerte weiter an Ausweichstandorten statt: Zum Beispiel spielt „Die Seilschaft“ am 12. und 13. November ein Gundermann-Programm, Ulla Meinecke am 24. November und tags drauf Michael Fitz – jeweils in der Alten Börse am Naschmarkt. Dirk Michaelis tritt am 26. November in der Kongresshalle auf und Cäsars Söhne am 30. November in der mb.

Von Jens Rometsch

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