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Lokales Leipziger Kurt-Masur-Platz im Beisein von Tomoko Masur eingeweiht
Leipzig Lokales Leipziger Kurt-Masur-Platz im Beisein von Tomoko Masur eingeweiht
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19:09 08.09.2017
Festakt zur Einweihung des Kurt-Masur-Platzes in Leipzig. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Leipzig hat jetzt einen Kurt-Masur-Platz. Das Areal zwischen Universität, Gewandhaus und Moritzbastei trägt seit Freitag diesen Namen. Benannt wurde der Platz nach dem deutschen Dirigenten und langjährigen Kapellmeister des Gewandhauses, Kurt Masur. Neben Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) war bei der Namensgebung auch Tomoko Masur, die Witwe des Dirigenten, anwesend.

Am Freitagnachmittag ist der Kurt-Masur-Platz zwischen Leipziger Universität, Gewandhaus und Moritzbastei eingeweiht worden. Seine Witwe Tomoko Masur zeigte sich bewegt.

„Ich freue mich sehr und bin auch ein bisschen überwältigt“, sagte sie. „Mein Mann war Leipzig immer sehr verbunden. Es bewegt mich, dass die Stadt sich dazu entschlossen hat, diesen Platz nach ihm zu benennen. Das finde ich großartig.“

Ein Platz für den Frieden

„Sein Wirken für die Kultur unserer Stadt und sein Wirken in den wirren, auch gefährlichen Tagen des Herbstes 1989 wissen wir sehr zu schätzen“, sagte Jung. Masur hatte am 9. Oktober 1989 gemeinsam mit fünf weiteren prominenten Leipzigern den Aufruf „Keine Gewalt!“ verfasst, der eine Eskalation der Lage verhindern konnte. Der Aufruf wurde im Rundfunk und in Kirchen verlesen.

„Wir haben uns lange Zeit damit gelassen, diesen Platz zu finden“, sagte Oberbürgermeister Jung. Durch seine Lage direkt neben dem Gewandhaus sei der Platz auf eine ganz besondere Art und Weise mit Masurs Wirken in der Messestadt verbunden. „Ich hoffe, dass dieser Platz die Menschen diesen Platz mit Frieden und schöner Musik verbinden“, sagte Tomoko Masur sichtlich bewegt.

In der Leipziger Südvorstadt ist auch eine Grundschule nach dem berühmten Dirigenten benannt. Am 4. November soll zudem das Kurt-Masur-Institut im Mendelssohn-Haus in Leipzig eingeweiht werden.

Fast 30 Jahre Kapellmeister am Gewandhaus

Kurt Masur (1927 – 2015) wurde in Brieg im damaligen Niederschlesien geboren. Nach einem Studium an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater (HMT) prägte er das Musikleben in Leipzig: 27 Jahre, zwischen 1970 und 1997, war er Kapellmeister des Gewandhauses und wurde 1989 Ehrenbürger der Messestadt. Als Kapellmeister initiierte er den Bau des heutigen Gewandhauses, einziger Konzertneubau der DDR.

Seit 1975 war er zudem Professor an der HMT. Nach der Wende machte er sich unter anderem als Chefdirigent der New Yorker Philharmoniker einen Namen und leitete das französische Nationalorchester in Paris. Kurt Masur starb 2015 in Greenwich in den USA.

Sophie Aschenbrenner

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