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Lokales Leipziger Ladenflächen: Spitzenmieten liegen am Zenit
Leipzig Lokales Leipziger Ladenflächen: Spitzenmieten liegen am Zenit
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21:32 24.04.2017
Bei Mietpreisen von bis zu 140 Euro pro Quadratmeter bleibt die Leipziger Petersstraße die teuerste Einkaufsmeile in Ostdeutschland. Quelle: Kempner
Leipzig

Die Spitzenmieten für Ladenflächen in Leipzig haben ihren Zenit erreicht. Das sagte Wulf Aengevelt, Chef des gleichnamigen Maklerhauses, gestern zur Vorstellung eines neuen Immobilienreports für die Region Leipzig. Mit bis zu 140 beziehungsweise 130 Euro pro Quadratmeter seien die Petersstraße sowie Grimmaische Straße weiterhin die teuersten Shoppingmeilen in Ostdeutschland. Zum Vergleich: In Dresden liegt die Höchstmiete bei 110 Euro. An den aktuellen Marktverschiebungen durch die Aufwertungen der Hain- und Katharinenstraße lasse sich aber ablesen, dass es im Leipziger Zentrum genug Ausweichflächen in günstigeren Lagen gebe. So würden am Neumarkt, der Nikolaistraße und am Brühl vergleichsweise moderate 30 bis 60 Euro pro Quadratmeter gezahlt. In den C-Lagen wie Kupfergasse, Goethe-, Universitäts, Ritter- und Burgstraße erfolgten Vermietungen für 20 bis 40 Euro. „Das relativiert den Druck auf die Spitzenmieten“, erklärte Aengevelt. Da noch die wachsende Konkurrenz durch den Internet-Handel hinzukomme, sehe er kein Steigerungspotenzial bei den Höchstmieten.

Bemerkenswert sei bereits, dass Leipzigs Einzelhandel seinen Umsatz im vergangenen Jahr insgesamt um 4,4 Prozent auf 2,92 Milliarden Euro erhöhen konnte. Dabei rangiere die Messestadt bei den einzelhandelsrelevanten Kennziffern wie Kaufkraft und Umsatz pro Kopf oder der Zentralität unter acht vergleichbaren Oberzentren (Chemnitz, Dresden, Erfurt, Kiel, Magdeburg, Mainz, Wiesbaden) unverändert auf dem letzen Platz. Bundesweit habe der Einzelhandel 2016 nur um 2,5 Prozent zulegen können. Dank seiner Pendler und Touristen sowie der wachsenden Einwohnerzahl komme Leipzig aber schon seit 2011 auf stetige Umsatzsteigerungen von im Durchschnitt 3,1 Prozent pro Jahr. Noch besser habe hier in Ostdeutschland nur Dresden mit durchschnittlich 3,5 Prozent abgeschnitten, so Aengevelt-Niederlassungsleiter Ullrich Müller. „In Dresden kommen aber schon seit jeher täglich viele Busse mit Einkaufstouristen aus Polen oder der Tschechischen Republik an. Leipzig schafft das Wachstum aus eigener Kraft.“

Für 2017 prophezeiten die Aengevelt-Analysten, dass die Rekordmarken des Leipziger Immobilienmarktes der beiden letzten Jahre in etwa gehalten werden können – anders als bundesweit, wo sich das Marktgeschehen allmählich abkühlt.

Von Jens Rometsch

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