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Lokales So wird der Nachfolger der "Classic Open"
Leipzig Lokales So wird der Nachfolger der "Classic Open"
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23:03 28.05.2018
„Leipzig Markt Musik“ – der geplante Bühnenaufbau der Veranstalter. Quelle: : Fairnet/Fotolia
Leipzig

 Es war ein kleines Kunststück: Der Name „Classic Open“ wurde tunlichst vermieden. „Leipziger Markt Musik“ heißt das neue Sommerfestival, das im August als Nachfolger des langjährigen Sommerhits Premiere hat. Am Montag wurde das Konzept vorgestellt. Die Idee: Vor der Kulisse des Alten Rathauses spielen vom 3. bis zum 12. August Bands und Orchester auf, wechseln sich Wortakrobaten, Artisten und Musikfilme ab. Veranstalter ist die Firma Fairnet, ein Unternehmen der Leipziger Messe.

Es kooperiert mit dem Krystallpalast Varieté und sechs Leipziger Gastronomen, die das Musikfest kulinarisch begleiten. Die Fairnet konnte sich bei einem “Interessenbekundungsverfahren“ der Stadt Leipzig für das Festival durchsetzen. Wie berichtet, war die Veranstaltung nach Finanzquerelen mit dem langjährigen künstlerischen „Classic Open“-Leiter Peter Degner neu ausgeschrieben worden. Er soll falsche Angaben über Gagen gemacht haben, was er aber stets zurückwies.

Bühne steht direkt vorm Alten Rathaus

Nun gibt es ein neues Erscheinungsbild: Die Bühne wird direkt vor dem Alten Rathaus, das diesen Sommer ohnehin eingerüstet ist, aufgestellt. Davor wird es dann gut 1400 Plätze geben. „Ich freue mich, dass wir unser öffentliches Wohnzimmer, den Markt, bei hoffentlich gutem Wetter bespielen können“, freute sich Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (Die Linke): „Wir bündeln Kompetenzen unserer Stadt, um den Leipzigern einen unterhaltsamen Musiksommer zu bieten.“ Sie übergab am Montag offiziell an Messechef Martin Buhl-Wagner die vom Stadtrat für das Festival bewilligten Fördermittel in Höhe von 50. 000 Euro. „Die werden ausschließlich für die Kunst und die Künstler verwendet“, sagte Buhl-Wagner und reichte den Fördermittelbescheid sogleich an Rüdiger Pusch, den Geschäftsführer des Krystallpalast Varieté, weiter, der das Programm organisiert.

Messechef: Ein typisch Leipziger Produkt

Möglich wird die „Leipziger Markt Musik“ – das Doppel-M im Namen soll Zufall sein – aber nur durch eine Reihe von Sponsoren. „Es wird ein Erfolg, eben weil es ein typisches Leipziger Produkt ist“, so der Messechef. „Die Leipziger lieben Musik und gute Unterhaltung.“

Das Besondere: Die Veranstaltung soll die Vielfalt der hiesigen Kulturszene widerspiegeln. Musikalisch wird ein spannender Mix aus populärer Klassik und Klassikern der Pop-Musik geboten. Konzertmitschnitte und Musikfilme – darunter „A Hard Day’s Night“ und „Amadeus“ – stehen neben Live-Musik von a-cappella-Ensembles und Rock-Bands bis hin zum Auftritt von großen Orchestern. „Die Zeit, das Programm vorzubereiten, war extrem knapp“, sagte Pusch. Deshalb stehe das detaillierte Programm noch nicht fest.

Auch Artisten treten auf

„Besonders freuen wir uns auf das Caravan Orchestra Haifa–Weimar mit authentischem Klezmer in Großbesetzung“, nannte Pusch einen Höhepunkt. In Leipzig, dem Zentrum des Kabaretts und der Poetry, dürfe das gesprochene Wort nicht fehlen. Hiesige Nachwuchsorchester wie das Jugendblasorchester Leipzig sind ebenfalls zu hören. „Natürlich lassen wir es uns nicht nehmen, internationale Artisten auftreten zu lassen, von denen viele in unserer Stadt leben“, so Pusch. Wie bei „Classic Open“ werden Konzertmitschnitte gezeigt, darunter vom Gewandhausorchester sowie ein Film mit dem Thomanerchor. „Es ist der ausdrückliche Wunsch der großen Häuser, dabei zu sein“, so Jennicke.

Sechs Gastronomen sind dabei

Schon ab 11 Uhr sind die Freisitze auf dem Markt geöffnet. Bis in die späten Abendstunden begrüßen Augustus Catering, Barthels Hof, Fairgourmet, das Marriott Hotel, der Ratskeller und der Thüringer Hof ihre Gäste. 23 Uhr endet die Musik. „Wir setzen auf regionale Biere und Weine sowie Produkte aus Mitteldeutschland“, so Ingo Winkler, Chef des Ratskellers.

Von Mathias Orbeck

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