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Migranten in Leipzig: gebildet, zufrieden, schlecht bezahlt

Ergebnisbericht vorgestellt Migranten in Leipzig: gebildet, zufrieden, schlecht bezahlt

Die Stadt hat erstmals eine Befragung unter in Leipzig lebenden Migranten durchgeführt. Das Ergebnis soll Integration und Zusammenleben fördern.

Die Stadt hat erstmals eine Befragung unter in Leipzig lebenden Migranten durchgeführt. (Symbolbild)

Quelle: LVZ

Leipzig. Leipzig wächst, Leipzig wird dynamischer, Leipzig wird internationaler ­– das hat eine nun vorgestellte Studie der Stadt Leipzig ergeben, die erstmals die Lebenswelten von Leipzigern mit Migrationshintergrund detailliert untersucht hat. Durchgeführt hatte die Befragung das Referat für Migration und Integration gemeinsam mit dem Amt für Statistik und Wahlen und soll helfen, den Bürgern eine bessere Teilhabe zu ermöglichen, zugleich aber auch gezielte Anforderungen zu stellen.

Wie aus dem am Dienstag vorgestellten Bericht hervorgeht, haben 13 Prozent der Leipziger Bürger einen Migrationshintergrund – die meisten stammen aus der Russischen Föderation, Syrien, Polen, der Ukraine und Vietnam. Insgesamt leben in Leipzig Menschen aus 175 verschiedenen Ländern. 2000 Migranten wurden zufällig ausgewählt, um an der Studie teilzunehmen. Rund 35 Prozent haben die Interviewfragen tatsächlich auch beantwortet. 

Überdurchschnittlich gebildet, unterdurchschnittlich bezahlt

Wie die Studie zeigt, sind die Unterschiede die Lebenssituation betreffend innerhalb der Migrantengruppen größer als zwischen Leipzigern mit und ohne Migrationshintergrund. Das Bildungsniveau der Befragten liegt deutlich über dem Durchschnittsniveau in ihren Herkunftsländern. Im Vergleich zur Leipziger Gesamtbevölkerung von 2015 ist sowohl der Anteil der Akademiker doppelt so hoch (47%) als auch der Anteil (noch) Unqualifizierter (28%). Während die Hälfte der Befragten erwerbstätig ist, sind 13 Prozent arbeitslos. Hier gaben die Studienteilnehmer an, dass ihnen die Sprache (58%) sowie die Anerkennung von Berufsqualifikationen und Berufserfahrung (27%) die größten Probleme bereiteten.

Im Bereich des durchschnittlichen Nettoeinkommens gibt es deutliche Unterschiede zwischen Leipzigern mit und ohne Migrationshintergrund: mit gerade einmal durchschnittlich 836 Euro ist das Einkommen von Migranten deutlich geringer als der Wert der Gesamtstadt von 1343 Euro (vgl. Kommunale Bürgerumfrage 2015). Dennoch gaben 80 Prozent der Befragten an, mit ihrer Lebenssituation sehr zufrieden zu sein.

Deutsch als Alltagssprache

96 Prozent der Befragten sind nicht in Deutschland geboren. Für jeden Vierten ist Leipzig auch der erste Wohnstandort in Deutschland. Rund zwei Drittel gaben an, zu Hause am häufigsten Deutsch zu sprechen. Beinahe alle Befragten  (94%)  haben außerdem Kontakt zu Deutschen ohne Migrationshintergrund – vor allem durch Freund- und Nachbarschaften. Benachteiligungen werden nur von einer Minderheit der Befragten wahrgenommen, am häufigsten bei der Arbeitssuche.

Zufriedener als die Gesamtbevölkerung

Die Studienteilnehmer sind mit den städtischen Lebensbedingungen im Vergleich zur Gesamtbevölkerung zufriedener. Das trifft auch auf die Zufriedenheit mit dem Arbeitsplatzangebot in Leipzig zu. Neun von zehn Befragten bewerten öffentliche Behörden, insbesondere des Bildungsbereichs, positiv.

nqq

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