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Lokales Leipziger Naturkundemuseum: Stadtrat soll über Spinnerei entscheiden
Leipzig Lokales Leipziger Naturkundemuseum: Stadtrat soll über Spinnerei entscheiden
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10:54 17.01.2017
Stimmt der Stadtrat zu, kommen künftig auch Besucher des Naturkundemuseums auf das Areal der Baumwollspinnerei. (Archivfoto) Quelle: André Kempner
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Leipzig

Die Entscheidung über einen neuen Standort des Leipziger Naturkundemuseums könnte noch in diesem Jahr fallen. Nach eigenen Angaben vom Dienstag will die Stadtverwaltung der Ratsversammlung die Halle 7 auf dem Gelände der Baumwollspinnerei als neues Domizil vorschlagen. Damit reagiert das Rathaus nicht zuletzt auf die Forderungen dreier Stadträtinnen aus dem November, „eine verlässliche Entscheidungsgrundlage für den Stadtrat zu liefern“.

Nach Ansicht der Verwaltungsspitze wird die Spinnerei in Plagwitz den Potenzialen des Naturkundemuseums gerecht und biete ausreichend freie Flächen. Die Variante sei für die Stadt auch finanziell umsetzbar, wie Finanzbürgermeister Torsten Bonew (CDU) versichert. Insbesondere durch Fördermittel aus dem Programm „Stadtumbau Ost“ werde Leipzigs Haushalt entlastet. Die Baumwollspinnerei Verwaltungsgesellschaft als Bauherrin veranschlagt Investitionen von insgesamt 11,75 Millionen Euro für den Umbau des Gebäudes. Eine Förderung in Höhe von 85 Prozent steht in Aussicht. Diese Kosten enthalten allerdings noch nicht die Aufwendungen für die Umsetzung der Museumskonzeption.

Neben dem Naturkundemuseum sollen den Plänen zufolge in der Halle 7 auch Spielstätten für das freie Theater Lofft und das Leipziger Tanztheater entstehen. Außerdem plane das Theater der jungen Welt, bei Engpässen Flächen in der Spinnerei zu nutzen, teilten Kultur- und Finanzdezernat gemeinsam mit. Er hoffe auf eine „breite Befürwortung für die nun angedachte Variante“, so Kulturbürgermeister Michael Faber (parteilos).

Das bisherige Domizil des Leipziger Naturkundemuseums in der Lortzingstraße. (Archivfoto) Quelle: André Kempner

Sobald der Stadtrat über den Standort entschieden hat, will das Rathaus die Direktorenstelle des Naturkundemuseums neu ausschreiben. Bis Februar 2014 hatte Rudolf Schlatter die Einrichtung geleitet und ging dann in den Ruhestand. Ein vorgeschlagener Nachfolger zog nach Informationen von LVZ.de damals seine Bewerbung zurück. Seither war der Posten unbesetzt.

Das Rathaus peilt eine Übergabe des Gebäudes an die Theater für Juli 2017 an. Das Naturkundemuseum soll bis 2020 einziehen. Für den neuen Standort muss bis dahin auch eine neue Ausstellungskonzeption erarbeitet werden. Sollte der Stadtrat dem Vorschlag der Verwaltung folgen, fände die jahrelange Suche nach einem neuen Platz für das Museum ein Ende. Immer wieder wurde über das leerstehende Bowlingcenter am Wilhelm-Leuschner-Platz als Alternativstandort diskutiert. Auch eine Sanierung und Erweiterung des angestammten Domizils in der Lortzingstraße war im Gespräch.

maf

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