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Lokales Leipziger Nikolaisäule ist fertig saniert – Künstler Stötzner: „Ort für Einheit und Frieden“
Leipzig Lokales Leipziger Nikolaisäule ist fertig saniert – Künstler Stötzner: „Ort für Einheit und Frieden“
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16:50 19.09.2012
Die Sanierung der Nikolaisäule in Leipzig ist abgeschlossen. Quelle: Regina Katzer
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Leipzig

Diese Arbeiten sind jetzt abgeschlossen. Die Gestaltung des Hofs erinnert an die Friedliche Revolution im Herbst 1989. Vor dem Hintergrund der Diskussion um ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Leipzig sagte der Gestalter des Hofs, Andreas Stötzner, sein Werk schließe einen weiteren Gedenkort nicht aus.

Die Nikolaisäule ist insgesamt 16,5 Meter hoch und besteht überwiegend aus Beton. Der Leipziger Bildhauer Markus Gläser, der die Säule 1999 erbaute, führte auch die Sanierung durch. Hierbei musste er insbesondere an den Palmwedeln Risse schließen, die durch den Wechsel von Frost und Tauwetter entstanden sind. Anschließend erhielt das Monument einen neuen, schützenden Anstrich. Rechtzeitig vor den Feierlichkeiten zum 9. Oktober wurden alle Gerüste nun wieder entfernt. Insgesamt kosteten die Arbeiten laut Kulturamt ungefähr 30.000 Euro.

Leipzig. Das Herzstück des Nikolaikirchhofs in der Leipziger Innenstadt erstrahlt in neuem Glanz. Seit Juli wurde die Gedenksäule auf dem Hof der Nikolaikirche durch Gerüste verhüllt, um sie nach fast 14-jähriger Standzeit zu sanieren. Diese Arbeiten sind jetzt abgeschlossen. Der Gestalter des Hofs sagte, sein Werk schließe einen weiteren Gedenkort nicht aus.

Der Leipziger Künstler Stötzner lieferte im Rahmen eines Ideenwettbewerbs den Entwurf für die Gestaltung des Nikolaikirchhofs. Zentraler Gedanke des Projektes ist es zu zeigen, dass nach den Friedensgebeten der Aufbruch hinaus in die Stadt getragen wurde. Dies spiegelt sich in der Nikolaisäule wieder, die nach dem Vorbild der Säulen innerhalb der Kirche entstand. Laut Angaben der Verwaltung erbrachten Leipziger Bürger, Unternehmen und Einrichtungen damals zwei Drittel der Mittel zur Umsetzung.

Im Gespräch mit LVZ-Online sagte Stötzner, sein Entwurf sei ein Symbol für Einheit und Frieden. „Es gibt nicht nur in Form des Nikolaikirchhofs viele Orte in der Leipziger Innenstadt, die dieses Thema bereits repräsentieren und das durchaus auch mit internationaler Strahlkraft.“ Einen Vergleich der Gedenkorte im Rahmen der derzeitigen Diskussion hält der 1965 in Leipzig geborene Künstler nicht für möglich, da die Gestaltung des geplanten Ortes der Erinnerung noch nicht endgültig feststehe.

Amélie Middelberg

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