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Lokales Leipziger Notenspur-Geschäftsstelle muss schließen – Stadt stellt Förderung ein
Leipzig Lokales Leipziger Notenspur-Geschäftsstelle muss schließen – Stadt stellt Förderung ein
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23:00 17.03.2015
Leipzig verweist öffentlich – wie hier in der Katharinenstraße – gern auf seine "Notenspur". Die Geschäftsstelle des Vereins vermag das Gesamtprojekt aber ohne Förderung nicht mehr zu organisieren. Quelle: André Kempner
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Die Schließung der Geschäftsstelle sei damit unausweichlich. Zwar will sich der Verein weiter ehrenamtlich engagieren, kontinuierliche Tätigkeiten müssten aber wegfallen – so zum Beispiel Führungen für Kinder.

Führungsanfragen von Gruppen für April mussten abgesagt, bereits bestehende Anmeldungen für 300 Kinder konnten noch nicht bestätigt werden, so der Förderverein. Seine Projekte zur sozialen Integration von Kindern mit Migrationshintergrund habe er wegen der ungeklärten Förderperspektive schon im vergangenen Jahr einstellen müssen.

Die Leipziger Notenspur verbindet auf 5,3 Kilometern die Wohn- und Schaffensorte berühmter Leipziger Komponisten. Ergänzt wird sie durch den Notenbogen und das Notenrad. Erst vor wenigen Monaten hatte sich der Notenspur-Förderverein bei einem europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb für Projekte zum Thema „Lebendige Erinnerungskultur“ gegen 436 andere Bewerber durchgesetzt. Besonders gelobt wurde damals dem Verein zufolge „der breite Projektansatz“. Die Notenspur befasse sich – stets in Verbindung mit Musik – unter anderem mit Kultur, Stadtentwicklung, Bildung, Tourismus, interkulturellem Austausch und jüdischer Geschichte.

„Genau dieser vernetzende Ansatz macht das Projekt bei der Umsetzung schwierig für die Stadtverwaltung. Mit seiner spartenübergreifenden Ausrichtung passt es nicht in die Schubladen der Dezernatsstruktur“, heißt es von Seiten des Fördervereins.

Auch die Leipziger Bewerbung um das Europäische Kulturerbesiegel sieht er durch den Wegfall der Förderung der Notenspur beeinträchtigt. Die Organisation des Projektes verlangsame sich erheblich. Und eine Anfrage beim Land Sachsen habe ergeben, dass es ohne eine Förderung der Stadt auch keine mehrjährige ergänzende Finanzierung durch den Freistaat geben werde. Trotz allem soll die Notenspur-Geschäftsstelle im Laufe des Jahres noch einmal geöffnet werden – ab September für drei Monate, um die Notenspur-Nacht der Hausmusik am 21. November zu organisieren.

Mehr zum Thema lesen Sie in der LVZ vom Mittwoch oder bei LVZ-Online Extra.

jas

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