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Lokales Leipziger Obdachlose überstehen in Hilfseinrichtungen die Kälte
Leipzig Lokales Leipziger Obdachlose überstehen in Hilfseinrichtungen die Kälte
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15:48 21.12.2009
Im Café des Herzens werden Leipziger Hilfebedürftige mit kostenlosem Essen versorgt. Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Wer nicht übernachten  möchte, kann im Tagestreff frische Kleidung erhalten und wird mit Speisen und Getränken versorgt.

„Es ist schwer“, so Köst, „eine genaue Zahl von Gästen zu nennen, da sie mehrmals täglich und zu unterschiedlichen Zeiten kommen.“ Einen Ansturm wegen der hohen Minusgrade habe es in der Oase nicht gegeben. „Das verteilt sich, weil es ja zwischen dem 6. Dezember und dem 6. Januar auch noch das Café des Herzens gibt“, so Köst. Seit dem 1. April 2001 erhalten die Bedürftigen an allen Samstagen und Sonntagen zwischen 13 und 16 Uhr kostenlos Kuchen, Kaffee, Tee und Erfrischungsgetränke – wie in einem richtigen Café.

Zwischen 50 und 160 Gäste nutzen täglich das Angebot, das durch die Unterstützung von zwei großen Leipziger Bäckereibetrieben ermöglicht wird. Pro Wochenende spendieren sie mehrere Hundert Stück Kuchen.

Im Tagestreff für Wohnungslose in der Rückmarsdorfer Straße war es in letzter Zeit nicht hektischer als sonst. „Wegen des kalten Wetters kommen nicht mehr Leute zu uns. Allerdings bleiben sie länger“, erklärt Gerit Schleusener, Leiterin der Einrichtung. Generell finden sich mehr Leute in den kalten Jahreszeiten Herbst und Winter in der Hilfestelle ein, als im Sommer.

Im Übernachtungshaus, das sich neben dem Tagestreff befindet, sieht es ähnlich aus. „Wir haben nicht mehr Gäste als sonst“, sagt Leiterin Evelin Balogh. Der Grund dafür sei, dass die Hilfebedürftigen die Angebote der Einrichtungen das ganze Jahr über nutzen. „Den klassischen Obdachlosen, der nur auf der Straße lebt, gibt es nach unseren Erfahrungen nicht mehr so häufig in Leipzig.“

Eine Ausnahme ist die Insel in Gohlis. „Unser Haus ist zurzeit so voll wie lange nicht mehr“, sagt Grit Müller, Sozialarbeiterin des Tagestreffs. „Das würde ich schon auf das Wetter schieben.“ Im Durchschnitt kommen 30 Gäste in die Eisenacher Straße. Während der Kältephase waren es 40, teilweise sogar 50 Besucher. Das sind nicht nur Obdachlose, sondern auch sozial Schwache und mittellose Rentner, die etwas essen, sich waschen oder sich einfach nur unterhalten wollen.

Reik Anton

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