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Lokales Leipziger Paulinum: Auch 2016 keine Einweihung
Leipzig Lokales Leipziger Paulinum: Auch 2016 keine Einweihung
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07:00 10.02.2016
Von außen sieht schon alles gut aus, doch drinnen gibt es noch zu tun: Das Paulinum wird auch dieses Jahr nicht fertig.  Quelle: Leipzig report
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Leipzig

Das Paulinum wird auch 2016 nicht eingeweiht. Das hat Architekt Erick van Egeraat im Exklusiv-Interview mit der LVZ erklärt. Hintergrund sind Probleme bei der Fertigstellung der Glassäulen.

Auch in diesem Jahr werde es keine Einweihung geben, erklärte van Egeraat. Offen sei nur noch die Fertigstellung der Glassäulen. „Die deutsche Lindner Group, international bewährt unter anderem bei der Produktion von Glasfassaden, hatte den Auftrag dafür schon 2014 erhalten, kann aber bis heute nicht liefern, obwohl sie zugesagt hatte, die Technologie zu beherrschen“, sagte der Architekt. Er habe dem Freistaat Sachsen als Bauherrn eine Ersatz-Firma in Polen vorgeschlagen, doch das Finanzministerium habe darauf nicht eingehen wollen. „Der Öffentlichkeit ist doch kaum mehr zu vermitteln, dass ein Bau, der schon 2009 hätte fertig sein sollte, noch immer nicht fertig ist. So wird wieder ein Jahr verstreichen.“

Besondere Herausforderung bei der Herstellung der Glassäulen sei, dass die Rippen des Gewölbes ansatzlos in die Glassäulen übergehen müssen.

Von außen schon schmuck: der Aula-Kirche-Bau am Augustusplatz. Quelle: André Kempner

Ursprünglich sollte das Paulinum schon zur 600-Jahr-Feier der Uni im Dezember 2009 fertig sein. 2007 wurde mit dem Bau von Paulinum und neuem Augusteum begonnen; 2008 war Richtfest. Die Firma van Egeraats meldete 2009 Insolvenz an; als neuer Termin für die Fertigstellung des Paulinums wurde 2011 genannt. 2011 wurde der Termin abermals verschoben – auf 2013. 2012 war das neue Augusteum fertig, das Paulinum sollte 2014 folgen. Im Sommer 2014 entpuppten sich die fehlenden Glaselemente als Problem. Als neuer Termin für die Fertigstellung wurde 2015 angepeilt.

Das komplette Interview lesen Sie im LVZ-E-Paper sowie in der Print-Ausgabe vom 10. Februar.

Von Thomas Mayer

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