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Leipziger Planck-Forscher sondieren Verdrahtung von Klein- und Großhirn

Neurowissenschaften Leipziger Planck-Forscher sondieren Verdrahtung von Klein- und Großhirn

Kleinhirn an Großhirn: Experten des Leipziger Max-Planck-Institutes für Kognitions- und Neurowissenschaften haben jetzt den ersten wesentlichen Abschnitt der Informationsschleife zwischen dem oft unterschätzten Kleinhirn und dem Großhirn dingfest gemacht und funktional beschrieben.

Sitz des Planck-Institutes für Kognitions- und Neurowissenschaften in der Stephanstraße.

Quelle: Wolfgang Zeyen

LEIPZIG.

Mit einer jetzt im Fachjournal Cerebral Cortex publizierten Studie hat ein Team um Christopher J. Steele vom Leipziger MPI, das in der Stephanstraße ansässig ist, für Erkenntnisfortschritt gesorgt. Die Spezialisten konnten den ersten wesentlichen Abschnitt der Informationsschleife zwischen dem oft unterschätzten Kleinhirn (Cerebellum) und dem Großhirn dingfest machen und funktional beschreiben. Dafür nutzen sie ausgefeilte Magnetresonanztechnik (MRT) und ein Verfahren, mit dem sich indirekt der Verlauf von Nervenbahnen orten lässt.

Offenbar wurde so die Verdrahtung im Cerebellum-Inneren – also wie dort die Datenströme zwischen der grauen Substanz und dem tief im Kleinhirn sitzenden Zahnkern fließen. Hintergrund: In dem als Zahnkern bezeichneten Bereich gibt es eine Ballung von Nervenzellkörpern, die ihn zu einem wichtigen Stellwerk der neuronalen Kommunikation mit dem Großhirn machen. Die Forscher wiesen nach, dass sich die Trennung von motorischen und nicht-motorischen Arealen auch im Zahnkern widerspiegelt. Steele: „Anhand der identifizierten Faserverbindungen konnten wir verdeutlichen, welchen entscheidenden Beitrag das Kleinhirn sowohl für die Kontrolle von Bewegungen als auch von höheren geistigen Fähigkeiten spielt.“ Der Neurologe nennt das Cerebellum aufgrund seiner Form und starken Vernetzung auch „Herz des Gehirns“.

Sein an der Studie beteiligter Institutskollege Alfred Anwander hofft, dass die jetzt vorgelegten Untersuchungsresultate eine Schablone für weitere Messungen sein könnten, um die Nervenbahnen im Denkorgan präziser als bisher zu kartieren. Anwander ist vor allem für das Übersetzen von MRT-Daten in 3D-Bilder und Videos zuständig.

 

Von Mario Beck

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