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Leipziger Polizei fahndet nach dem Kofferbesitzer: Er soll den Bombenalarm-Einsatz bezahlen

Leipziger Polizei fahndet nach dem Kofferbesitzer: Er soll den Bombenalarm-Einsatz bezahlen

Leipzig. Nach dem vermeintlichen Kofferbombenfund am Mittwoch in einer Sparkasse im Leipziger Osten will die Polizei mit einem Foto nach dem Besitzer des Gepäckstücks fahnden.

„Derzeit werden die Videoaufzeichnungen aus der Filiale ausgewertet. Daraus wird ein Printfoto gefertigt, mit dem die Beamten dann vor Ort nach dem Mann suchen“, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt am Donnerstag gegenüber LVZ-Online. Wann die Aktion beginnen soll, ist noch nicht bekannt. Parallel würden Fragmente eines Namensschildes an dem Koffer ausgewertet. „Wir lassen die Sache nicht im Sande verlaufen“, so Voigt weiter.

Hintergrund der Aktion sind mögliche Schadenersatzforderungen gegen den Besitzer des Gepäckstücks. „Wir wollen die Person ermitteln, die den Koffer dort platziert hat. Sie soll in Regress genommen werden, um den Einsatz zu bezahlen“, erklärte Voigt. Wie hoch die Kosten konkret waren, wird derzeit ermittelt. „Bei solchen Einsätzen kommen schnell mehrere tausend Euro zusammen“, sagte Lothar Hofner vom Sächsischen Innenministerium. Dies hänge immer vom jeweiligen Einzelfall ab und richte sich danach, ob Spezialkräfte zum gerufen werden müssen und wie umfangreich die Absperrmaßnahmen sind. Am Mittwoch waren Polizei, Landeskriminalamt (LKA) und extra aus Dresden angereisten Sprengstoffexperten im vor Ort.

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Leipzig. Nach dem vermeintlichen Kofferbombenfund am Mittwoch in einer Sparkasse im Leipziger Osten will die Polizei mit einem Foto nach dem Besitzer des Gepäckstücks fahnden. „Derzeit werden die Videoaufzeichnungen aus der Filiale ausgewertet. Daraus wird ein Printfoto gefertigt, mit dem die Beamten dann vor Ort nach dem Mann suchen“, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt am Donnerstag.

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Der Rollkoffer, den die Polizei am Mittwoch in der Sparkassenfiliale an der Ecke Eisenbahnstraße/Hermann-Liebmann-Straße zunächst als Sprengkörper identifizierte, hatte sich später als harmlos erwiesen. Das Gepäckstück selbst, in dem sich neben Kleidungsstücken auch Videorekorder-Kabel befanden, wird derzeit ebenfalls auf Hinweise auf den Besitzer untersucht.

Nach der Art und Weise, wie der Koffer in der Sparkassen-Filiale platziert wurde, geht die Polizei derzeit davon aus, dass er nicht einfach dort vergessen wurde. Ein unbekannter Mann hatte nach Zeugenaussagen gegen 10 Uhr die Bank betreten, das Gepäckstück abgestellt und daran herum hantiert. Anschließend verließ er die Filiale ohne den Koffer.

Um Regressforderungen stellen zu können, müsse dem Mann nachgewiesen werden, dass er vorsätzlich gehandelt habe, erklärt Ministeriumssprecher Hofner. Dies sei bei einer Bombendrohung stets der Fall. „Wenn jemand beim Geldabheben seinen Koffer vergisst, ist das aber etwas anderes“, so Hofner.

Die Entscheidung für den Großeinsatz hatte laut Polizeisprecher Voigt am Mittwoch der zuständige Außendienstleiter des Lagezentrums getroffen. „Er hat die Situation vor Ort eingeschätzt und festgestellt, dass die Notwendigkeit einer Gefahrenabwehr gegeben ist“, so Voigt.

Wie der Sprecher weiter mitteilte, werde der Tatvorwurf gegen den Kofferbesitzer zusammen mit der Staatsanwaltschaft derzeit noch einmal geprüft. Zunächst hatte die Polizei wegen einer Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten ermittelt. Wie Voigt mitteilte, habe es sich möglicherweise jedoch nur um einen Fall von Gefahrenabwehr gehandelt. Dies sei eine polizeiliche Maßnahme, an die sich kein Ermittlungsverfahren anschließe.

Robert Nößler

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