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Lokales Leipziger Polizei jagt ausgebüxtes Känguru in Meusdorf – Besitzer drohen Konsequenzen
Leipzig Lokales Leipziger Polizei jagt ausgebüxtes Känguru in Meusdorf – Besitzer drohen Konsequenzen
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15:06 30.06.2013
Geschnappt: Das in Leipzig-Meusdorf ausgebüxte Känguru in den Fängen von Veterinär Alexander Krause (rechts) und Besitzer Frank Schölzel-Bollmer. Quelle: Dirk Knofe
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Für den Besitzer, einen 50-Jährigen aus Meusdorf, könnte die Aktion nun Konsequenzen haben.

Gegen zehn Uhr hatte eine Anwohnerin das Tier vor ihrem Haus gesichtet und wählte kurzerhand den Notruf. „Uns wurde gemeldet, dass ein Känguru auf der Straße herum springt“, berichtete Andreas Steudel aus dem Lagezentrum der Polizei gegenüber LVZ-Online. Die Beamten rückten sofort mit zwei Streifenwagen an. Auch ein Tierazt mit Narkosegewehr wurde zum Schwarzenbergweg gerufen.

Leipzig. Känguru-Jagd in Meusdorf: Ein ausgebüxtes Beuteltier hat am Sonntag die Leipziger Polizei in Atem gehalten. Erst nach mehr als zwei Stunden konnten die Einsatzkräfte das Tier zusammen mit einem Veterinär einfangen. Für den Besitzer, einen 50-Jährigen aus Meusdorf, könnte die Aktion nun Konsequenzen haben.

Vor Ort sichtete der Fangtrupp das Känguru zunächst an mehreren Stellen unweit des Meusdorfer Gutshofes. Die vier Beamten und Veterinär Alexander Krause konnten das Tier schließlich auf einer Wiese umstellen und in die Enge treiben. „Um 12.22 Uhr wurde es mithilfe eines Netzes eingefangen“, so Steudel. Eine Betäubung sei nicht nötig gewesen.

Känguru bereits 2011 ausgebrochen

Schnell war klar, dass das Känguru keineswegs aus dem Leipziger Zoo entflohen war. Es gehört Tierpfleger Frank Schölzel-Bollmer, der die australischen Pflanzenfresser bereits seit einigen Jahren wenige hundert Meter entfernt auf einer Wiese hält. Dort war eines der Tiere offenbar über den gut einen Meter hohen Zaun gesprungen. Es war nicht der erste Ausbruch aus seinem Privatgehege: Schon 2011 hatte sich die Polizei eine Verfolgungsjagd mit einem der Beuteltiere in Meusdorf geliefert.

Wer die neuerliche Känguru-Jagd bezahlt, ist noch unklar. Für den Besitzer drohen jedoch Folgen: „Das Veterinäramt prüft nun, ob das Tier artgerecht gehalten wird und beim Halter bleiben kann“, erklärte Kriminalhauptkommissar Steudel. Vorerst wurde das Känguru jedoch – ganz offensichtlich gegen seinen Willen – in sein Freigehege zurück gebracht.

Robert Nößler

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