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Lokales Leipziger Projekt: Bei Ärger und Schulden bietet Beratungsstelle "Jukon" Hilfe an
Leipzig Lokales Leipziger Projekt: Bei Ärger und Schulden bietet Beratungsstelle "Jukon" Hilfe an
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00:59 13.08.2014
Eva Hoffmann, Hannes Teschner und Kerstin Fries (von links) gehören zum Team der neuen Jugendberatungsstelle am Bayrischen Platz. Quelle: André Kempner

Jetzt gibt es eine neue Jugendberatungsstelle am Bayrischen Platz.

Die Apotheke könnte das Alibi sein, um mal unauffällig bei "Jukon" vorzusprechen. Mit dieser teilt sich die Jugendberatungsstelle am Bayrischen Platz einen Eingang. Das Team vom Verein Jugendhaus möchte es den 14- bis 27-Jährigen, die sich mit diversen Problemen herumschlagen, möglichst leicht machen, Ängste und Hemmschwellen zu überwinden.

Ärger mit den Eltern, Stress mit Freunden, der Schule, psychische Belastungen, Schulden, Straffälligkeit, kriminelle Gefährdungen - die Probleme können vielfältig sein. "Es gibt Fälle, in denen Jugendliche zu Hause herausfliegen, oft noch mit Schulden dastehen. Da sind wir gefragt, um zu helfen und Kontakte zu vermitteln", nennt Kerstin Fries, die die Beratungsstelle leitet, ein Beispiel. Eltern, die nicht wissen, wie sie ihren Sprösslingen helfen können, sind ebenfalls willkommen.

"Jukon" am Bayrischen Platz ist künftig die zentrale Beratungsstelle für junge Menschen in Leipzig, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. Hintergrund: Die Stadt hat ihre Ankündigung wahr gemacht und vier dezentrale Treffs zum 30. Juni geschlossen. Geplant ist, perspektivisch ein "U 25-Haus" in der Axis-Passage einrichten, um Geld zu sparen (die LVZ berichtete). Bei einer Ausschreibung für die zentrale Beratungsstelle konnte sich der Verein Jugendhaus durchsetzen. Das Team mit sechs Sozialpädagogen, Psychologen und Erziehungswissenschaftlern hat inzwischen die Arbeit aufgenommen.

Am Hauptsitz am Bayrischen Platz können Jugendliche mit und ohne Termin während der Öffnungs- und Kontaktzeiten Hilfe erhalten. Ab Oktober wird Hilfe täglich - auch in den Räumen des Jobcenters - angeboten. "Wir möchten Ansprechpartner für alle sein, die Probleme bei ihrer beruflichen Entwicklung haben", betont Fries. Das kann durchaus eine Gratwanderung werden, zumal das Jobcenter ja auch mit Sanktionen und Kontrolle arbeitet. "Wir dürfen die Leute, die im Jobcenter Hilfe suchen, aber nicht alleine lassen", ergänzt Hannes Teschner. Perspektivisch werden die Mitarbeiter auch in anderen Sozialräumen wöchentliche Angebote unterbreiten. Wann und wo, wird aber noch geklärt.

Das Jugendamt ist dabei, ein Konzept für das künftige "U 25-Haus" zu entwickeln. Dabei wird auf Erfahrungen anderer Städte wie aufs "Haus der Jugend" in Chemnitz zurückgegriffen, wo ein enges Miteinander von Jobcenter und diversen Hilfsangeboten für Jugendliche bereits praktiziert wird.

Die Jugendberatungsstelle "Jukon" befindet sich in der Windmühlenstraße 41, Telefon 0341 2130290; Weitere Infos auch über www.jugendhaus-leipzig.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.08.2014

Mathias Orbeck

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