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Leipziger SPD fordert Sanierung des Heinrich-Budde-Hauses

Kulturhaus in Gohlis Leipziger SPD fordert Sanierung des Heinrich-Budde-Hauses

Das Heinrich-Budde-Haus in Gohlis soll saniert werden: Das fordert der Ortsverein Nord der Leipziger SPD. In der kommenden Sitzung des Stadtbezirksbeirates Nord am Donnerstag wird ein entsprechender Antrag eingereicht.

Das Heinrich-Budde-Haus in Gohlis

Quelle: LVZ

Leipzig-Gohlis. Kommt Bewegung in das Heinrich-Budde-Haus? Schon im Januar gab es ein Podiumsgespräch zu der Fragestellung, wie es weitergehen soll mit der Fabrikantenvilla. Jetzt wollen die beiden SPD-Stadtbezirksbeiräte Tino Bucksch und Martin Klein in die Sitzung des Stadtbezirksbeirates Nord einen Sanierungsantrag für das Heinrich-Budde-Haus in Gohlis einbringen. Am Donnerstag ist die nächste Sitzung. Ziel ist es, dass von der Stadtverwaltung noch in diesem Jahr Planungsmittel bereitgestellt werden, mit denen der notwendige Sanierungsbedarf festgestellt werden kann.

„Jeder Monat, der vergeht, ohne dass die Stadtverwaltung handelt, ist ein verlorener Monat für das Heinrich-Budde-Haus als Standort eines kulturellen Stadtteilzentrums in Gohlis“, sagt Jutta Kiesewetter, Vorsitzende der SPD Leipzig-Nord. Das Haus werde zwar noch genutzt, gibt das Kulturamt der Stadt Leipzig auf LVZ.de-Anfrage an. Allerdings gebe es Einschränkungen bei der Nutzung des Saals und des zweiten Obergeschosses. Das ehemalige Kutscherhaus im Garten andererseits wurde voll saniert und sei in einwandfreiem Zustand. Die Fabrikantenvilla werde von Vereinen voranging für Proben und Kurse genutzt, das Kutscherhaus sei an den Verein Kreativitätswerkstatt und an Freiberufler vermietet.

Die eingeschränkte Nutzung des Hauses ergebe sich vor allem durch bauliche Mängel, durch die der Brandschutz nicht gegeben sei, gibt das Kulturamt an. Jährlich werden Instandsetzungen durchgeführt, die die gegenwärtige Nutzung sicherstellen. Eine Sanierung hin zur Barrierefreiheit sei mittelfristig durch die Stadt nicht finanzierbar.

Die Pläne der Stadt sehen laut Kulturamt vor, einen neuen Träger zu finden, dessen übergreifende Zielstellung es sein soll, die Villa wieder als kulturelle Einrichtung zu betreiben. Das Papier dazu befindet sich noch in der Abstimmung beim Kulturamt. Bei einer Podiumsdiskussion im Januar vom Bürgerverein Gohlis stellten sich einige Bürger als Interessenten vor. „Unabdingbar für eine zukunftsfeste Nutzung des Hauses ist es aber, dass die Stadt und der zukünftige Betreiber Kenntnis über den kompletten Sanierungsbedarf haben“, sagt Jutta Kiesewetter von der SPD. Zurzeit plant das Kulturamt, dass das Heinrich-Budde-Haus ab 2017 wieder in freie Trägerschaft ist.

Zum Hintergrund: 1890/91 wurde die Villa in der Lützowstraße 19 zu Wohnzwecken erbaut. Damals bekam sie den Namen „Villa Hilda“ und gehörte der Familie Bleichert von den Bleichtert-Werken, einer Drahtseilbahnfabrik. Die Villa sowie das dazugehörende Grundstück wurde 1956 an den „VEB Verlade- und Transportanlagen Leipzig“ übergeben. Von diesem wurde die Villa im August desselben Jahres als Klubhaus eingeweiht und bekam den Namen „Heinrich Budde“. Der Namensgeber war ein ehemaliger Techniker der Firma Bleichert und ein Opfer des Nationalsozialismus. Am 22. Mai 1993 wurde das Heinrich-Budde-Haus als Einrichtung der Stadt Leipzig wieder eröffnet.

Von as

Leipzig, Lützowstraße 19 51.36388 12.37395
Leipzig, Lützowstraße 19
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