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Lokales Leipziger SPD in der Krise - Wolff vermisst offene Streitkultur
Leipzig Lokales Leipziger SPD in der Krise - Wolff vermisst offene Streitkultur
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23:59 13.11.2014
Der ehemalige Thomaskirchenpfarrer Christian Wolff. Quelle: Christian Nitsche

In seinem Blog wolff-christian.de wundert sich der 65-Jährige zunächst einmal. Streit? "Worüber eigentlich?", fragt sich Wolff. "Ich nehme eine Partei wahr, die vor allem sehr jung geworden ist: Ü 60 ist die Minderheit, U 40 die Mehrheit." Allerdings, und hier setzt die Kritik des evangelischen Theologen ein, "mangelt es an Programmatik, aber auch an öffentlich wahrnehmbaren, glaubwürdigen Repräsentanten sozialdemokratischer Politik". Wo diese fehlten, sei unendlich viel Platz für Befindlichkeiten und persönliche Animositäten. "Da wird der neue Vorsitzende Hassan Soilihi Mzé dem ,konservativen Lager' zugeordnet. Doch wodurch zeichnet sich dieses aus? Darüber erfahre ich wenig", konstatiert Wolff. Um sich sodann Gedanken über die jüngste Vorstandswahl zu machen: "Wenn fast 50 Prozent der Delegierten meinen, Soilihi Mzé nicht wählen zu können, warum gibt es dann keinen Gegenkandidaten, keine programmatische Debatte, wie sie die Sozialdemokratie eigentlich auszeichnet?"

Der Pfarrer i. R. hält es für bedenklich, dass die Partei derzeit nur mit zwei Personen identifiziert wird: mit OBM Burkhard Jung und Sozialbürgermeister Thomas Fabian. "Folglich wird sie bei Wahlen für alles abgestraft, was die Stadtverwaltung versäumt hat." Wolffs Empfehlung an die Genossen: Die SPD Leipzig müsse sich als "eigenständige Größe" verstehen, in "kritischer Solidarität" zu den Mandatsträgern wirken - und vor allem zu einer "offenen Streitkultur" finden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.11.2014

Welters, Dominic

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