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Lokales Leipziger Schüler machen im Café Kaputt so manches wieder ganz
Leipzig Lokales Leipziger Schüler machen im Café Kaputt so manches wieder ganz
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20:16 19.12.2013

Im Juni kommenden Jahres soll das Projekt des Vereins Leben.Lernen.Leipzig starten und dann allen Interessenten offen stehen.

Was will, was kann das Café Kaputt? Vorbild der Macher sind die "Repair-Cafés" aus den Niederlanden. "Wir planen eine Mischung aus Selbsthilfewerkstatt und Bildungsprojekt", sagt Lisa Kuhley, die zusammen mit Anne Neumann das Projekt leitet. Zum einen gehe es darum, kaputte Gegenstände - vom Handy bis zur Handtasche - nicht einfach wegzuwerfen, sondern mit Hilfe von erfahrenen Fachleuten nach Möglichkeiten zu suchen, diese zu reparieren. "Oftmals wird ja suggeriert, dass man gar nichts mehr selbst reparieren kann. Doch ich habe beispielsweise in einer Technik-Sprechstunde gelernt, meinen MP3-Player instand zu setzen. Auch die Kabel von meinen Kopfhörern habe ich schon wieder angelötet", erzählt Lisa Kuhley. Man müsse es einfach nur versuchen und nicht gleich aufgeben. Zudem solle das Café Kaputt ein offener Treff sein, in dem eine Atmosphäre des gegenseitigen Helfens und des Austauschs besteht, wo zum Basteln, Werken und Schwatzen auch mal ein Kaffee oder Tee getrunken wird - selbst gekocht, versteht sich.

Doch bis es so weit ist, gibt's noch viel zu tun. Anfang des neuen Jahres sollen Heizung und sanitäre Anlagen installiert werden. Die Jugendlichen basteln gerade an der Inneneinrichtung. Beispielsweise die beiden Achtklässlerinnen Yasmin Kuhnert und Christiane Franke, die einen Garderobenständer und einen Tisch auf Vordermann bringen. Sie hatten sich an der Pestalozzi-Schule für einen Kreativitätskurs interessiert und sind auf diesem Wege beim Projekt Café Kaputt angekommen. Ihre Mitschüler Marvin Hofmann und Marc Basczik bauen Holzlatten in einen ausgedienten Koffer - das Teil soll künftig als Werkzeugkiste dienen. "Wir sind seit Oktober 2012, als die Idee geboren wurde, schon ein gutes Stück vorangekommen", freuen sich Lisa Kuhley und Anne Neumann, die sich während des Studiums kennengelernt haben. Es gab unter anderem eine erfolgreiche Spendenaktion, die beiden Partnerschulen wurden gewonnen und Fördermittelanträge gestellt.

Mittlerweile sind Gelder eingetroffen, unter anderem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, vom Katholischen Fonds, vom Verfügungsfonds GeorgSchwarz-Straße und anderen. "Wir sind sehr froh über diese Unterstützung, die wir auch weiterhin benötigen", betont Lisa Kuhley. Freuen würden sich die Mitstreiter vom Café Kaputt darüber hinaus über Möbel und Werkzeug der unterschiedlichsten Art, die sie gern auch von den Spendern abholen. Wer etwas entbehren kann, melde sich bitte unter der Mobilnummer 0157 81870122 oder per E-Mail (cafekaputt@lebenlernenleipzig.de).

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.12.2013

Andrea Richter

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