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Lokales Leipziger Stadtreinigung rückt der Glätte zu Leibe
Leipzig Lokales Leipziger Stadtreinigung rückt der Glätte zu Leibe
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12:18 05.01.2016
Seit der Nacht ist der Winterdienst der Stadtreinigung auf Leipzigs Straßen im Einsatz. Quelle: Andre Kempner
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Leipzig

Die Messestadt liegt zum ersten Mal im neuen Jahr unter einer weißen Decke. Allerdings nur kurz, denn bereits Ende der Woche soll die winterliche Landschaft wieder verschwunden sein. Dazwischen droht dank Temperaturen um den Gefrierpunkt allerdings Glatteisgefahr – der Winterdienst der Leipziger Stadtreinigung ist seit der Nacht im Einsatz.

Streuen statt schieben

„Wir hatten Meldungen vom Wetterdienst, dass es Glätte geben könnte“, berichtete Ute Brückner am Dienstag gegenüber LVZ.de. „Ab 22 Uhr war unser Bereitschaftsdienst im Einsatz, 13 Streueinheiten waren auf den Straßen unterwegs“, so die Sprecherin der Stadtreinigung. Bis 6 Uhr in der Früh wurde der von der Behörde betreute Teil des Straßennetzes einmal komplett abgearbeitet, seitdem läuft der zweite Durchgang mit derzeit 17 Fahrzeugen. Da die Schneedecke noch vergleichsweise dünn ist, wird vorerst nur Feuchtsalz ausgebracht. „Erst ab 5 Zentimeter Höhe ist es überhaupt möglich, auch Schnee zu schieben“, erklärt Brückner die Entscheidung.

Die Stadtreinigung ist allerdings nicht für alle Straßen im Großraum Leipzig zuständig. „Lediglich ein Drittel des Straßennetzes wird im Winterdienst betreut. Von diesen rund 582 Kilometern entfallen dabei knapp 331 auf die Stadtreinigung, hauptsächlich im Zentrum und angrenzenden Stadtteilen. Die Randgebiete werden von anderen Anbietern betreut“, erläutert Brückner. Die Stadtreinigung ist dabei hauptsächlich auf den von den Fahrzeugen des öffentlichen Nahverkehrs genutzten Strecken und den Hauptverkehrsstraßen im Einsatz – nicht auf den Gehwegen. „Deren Räumung ist nach wie vor Sache der Anlieger“, betont die Sprecherin.

Ausreichend Technik und Material

Sollte das Winterwetter in den kommenden Wochen mit Macht zurückkehren, ist die Leipziger Stadtreinigung laut Ute Brückner gut aufgestellt. „Wir haben in unserem Reservoir gut 2.500 Tonnen Salz, für einen Umlauf wie vergangene Nacht benötigen wir knapp 300 Tonnen.“ Die Vorräte werden während des Winters nicht bis zum Letzten ausgereizt, sondern nach jedem Einsatz wieder aufgestockt. „Material und Technik ist ausreichend vorhanden“, ist sie sich sicher.

Derzeit stehen der Leipziger Stadtreinigung für den Winterdienst 24 Fahrzeuge mit Schneepflug und Streuaufbau, 10 rein als Schneepflug genutzte Fahrzeuge, sowie 18 Kleinfahrzeuge mit Pflug und Streuaufbau zur Verfügung. Sollte es witterungsbedingt doch einmal zu Engpässen kommen, werden laut Brückner nach Satzung festgelegte Vorrangstraßen in der Messestadt beräumt.

Silvester hinterlässt Spuren

Auch in der Silvesternacht waren die Mitarbeiter der Stadtreinigung verstärkt im Einsatz. Zwar sei das Entsorgen von Feuerwerksresten und anderem Müll an den meisten Orten der Messestadt vor allem Aufgabe der jeweiligen Verursacher. Allerdings mussten gerade öffentliche Plätze wie etwa der Augustusplatz wegen des Neujahrskonzertes im Gewandhaus bis 10 Uhr wieder blitzblank sein. Bei den Arbeiten kommt erfahrungsgemäß eine ganze Menge Müll zusammen, wie Ute Brückner mitteilt. Eine konkrete Zahl konnte sie zwar nicht nennen, das sei von Jahr zu Jahr unterschiedlich. „Allerdings gibt es im Januar für gewöhnlich immer eine Spitze bei der Menge des Straßenkehrichts.“

Von bfi

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