Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Leipziger Start-Up bringt Baukastensystem für App-Entwicklung an den Start
Leipzig Lokales Leipziger Start-Up bringt Baukastensystem für App-Entwicklung an den Start
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:44 28.06.2017
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (links) und DroidSolutions-Geschäftsführer Dennis Willkommen. Quelle: Kempner
Anzeige
Leipzig

Ohne App geht heute nichts mehr. Doch gerade kleine Unternehmen und Einrichtungen scheitern dabei an den hohen Kosten: Gut 10 000 Euro oder mehr fallen allein für die Entwicklung an, hinzu kommen laufende Kosten, um die Anwendung aktuell zu halten. Ein Leipziger Start-Up will nun Abhilfe schaffen: Das siebenköpfige Team von DroidSolutions hat am Mittwoch das Programm „Kuldig“ an den Start gebracht – mit prominenter Unterstützung von Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD).

Internationale Interessensbekundungen

Wie der Name schon andeutet, richtet sich „Kuldig“ an Kultureinrichtungen. Museen, Galerien, Zoos und Nationalparks können den Service für monatlich 150 bis 250 Euro buchen und müssen die App dann lediglich via Webbrowser mit den Inhalten befüllen. DroidSolutions – 2011 gegründet und im Contorhaus Coworking Space ansässig – kümmern sich um den technischen Support und erweitern das System regelmäßig um neue Anwendungen. „Wir haben gemerkt, dass es besonders im Kulturbereich großen Nachholbedarf bei der Digitalisierung gibt“, berichtet Geschäftsführer Dennis Willkommen. Einrichtungen, die „Kuldig“ nutzen, werden deshalb auch geschult, viel wichtiger ist aber, dass auch Laien das Baukastensystem problemlos nutzen können.

Zum Beweis durfte OBM Jung die Anwendung gleich einmal selbst ausprobieren, fütterte eine Rathaus-App mit Bildern und Texten und stellte „Kuldig“ im Anschluss online. 17 Einrichtungen haben bisher am Test- und Pilotprogramm teilgenommen, darunter das Speicherstadt Museum in Hamburg, die KZ-Gedenkstätte Langenstein oder das Grassimuseum. Auch international sieht DroidSolutions Chancen: Ein österreichischer und eines schottischer Nationalpark haben bereits Interesse bekundet.

Große Pläne für die Zukunft

„Unser Service lohnt sich vor allem für kleine Museen und Kurzzeitausstellungen, für die eine eigene App-Entwicklung zu aufwändig wäre“, so Willkommen. Wenn „Kuldig“ Erfolg hat, werden Museumsgänger in Zukunft also noch mehr virtuelle Rundgänge und Zusatzinformationen auf ihren Smartphones zu sehen können – besonders nützlich ist das für pädagogische Zwecke. „Unser Basisprogramm können wir zudem in alle möglichen Richtungen erweitern und so anderen Branchen zur Verfügung stellen. Beispielsweise für große Veranstaltungen oder den Immobilienmarkt. Auch sind wir gerade mit der Leipziger Messe im Gespräch.“

OBM Jung zeigte sich ob der Idee und des Enthusiasmus des jungen Start-Ups sehr beeindruckt. „Wir haben hier ein kleines Leipziger Unternehmen, das durch seine Ideen und seinen Einsatz große Chancen hat, echten Erfolg in der Branche zu haben“, sagte er abschließend. „2017 konnten wir schon mehr als 100 Start-Up-Gründungen verzeichnen – Leipzig ist also auf einem sehr guten Weg zum digitalen Standort.“

www.appcenter.kuldig.de

Von Christian Neffe

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Vom Flughafen Leipzig/Halle aus hätten am Mittwoch abgeschobene Flüchtlinge nach Afghanistan zurückgebracht werden sollen. Nach der Absage des Flugs demonstrierte die Initiative „Protest LEJ“ und fordert einen generellen Abschiebestopp.

28.06.2017

In Sachsen drohen weiterhin heftige Unwetter. Nachdem sich die starken Gewitter am Mittwoch vor allem im Osten des Freistaates entladen hatten, sollen Starkregen und Sturm am Donnerstag auch durch Leipzig ziehen.

28.06.2017

Das Sächsische Wirtschaftsministerium hat eingeräumt, dass in vielen Betrieben des Freistaats gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz verstoßen wird. Und dass die Kontrollen vor Ort immer weiter zurückgehen. Grüne und DGB sehen darum dringenden Nachholbedarf.

30.06.2017
Anzeige