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Lokales Leipziger Straßenbahnmuseum zieht um
Leipzig Lokales Leipziger Straßenbahnmuseum zieht um
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23:00 01.01.2018
Bisher hat das Leipziger Straßenbahnmuseum seinen Sitz an der Georg-Schumann-Straße in Möckern. Quelle: André Kempner
Leipzig.

Für den seit Längerem geplanten Umzug des Leipziger Straßenbahnmuseums sind nun die Weichen gestellt. In diesem Jahr wird der bisherige Standort an der Georg-Schumann-Straße in Möckern aufgegeben und der neue an der Wittenberger Straße in Eutritzsch eröffnet. Wann genau das im Jahresverlauf erfolgt, stehe noch nicht fest, sagte der Sprecher der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB), Marc Backhaus, auf Anfrage. Seit 2016 wird das Gelände an der Wittenberger Straße nicht mehr als Tram-Bahnhof, sondern nur noch als sogenannter LVB-Betriebsstandort genutzt. Damit wurden auch Flächen frei, auf denen das Museum des Vereins „Historische Nahverkehrsmittel Leipzig“ künftig sein Domizil bekommt. „Es bedarf aber noch einiger Umbauten und der Sicherstellung ihrer Finanzierung“, erklärte Backhaus. Die Geschichte des dortigen Straßenbahndepots reicht 120 Jahre zurück.

Ziel sei es, möglichst schon im Mai am neuen Standort mit dem Museumsbetrieb zu starten, meinte Vereinssprecher Jens Strobel. „Wenn nicht alles so klappen sollte, wie wir uns das wünschen, kann sich die Einweihung aber auch noch bis zum Sommer hinziehen.“ Jedenfalls werde alles daran gesetzt, so schnell wie möglich dem Publikum dort die Fahrzeuge präsentieren zu können. Mit dem Umsetzen der Flotte von mehr als 40 historischen Bahnen und sechs Bussen von dem seit 1998 offiziell als Museum dienenden Komplex in Möckern an die Wittenberger Straße sei aber nur ein Teil der Herausforderung gemeistert, so Strobel. „Wir haben noch volle Lager mit Ersatzteilen und anderem Zubehör sowie Fahrzeuge, die auf die Rekonstruktion warten. Hinzu kommen Archive und die Modellanlage.“ All das muss auch überführt werden – „das kann bis Ende 2018 dauern“. Die gesamte Aktion erfordere viel Logistik, „aber das wirft uns nicht aus der Bahn“, meinte Strobel. Schon in der Vergangenheit seien alte Fahrzeugwracks auch mit Tiefladern transportiert worden. Einige der Museumsstücke stehen in Möckern auf Schienen, die keinen Anschluss ans Gleisnetz haben, andere schwergewichtige Objekte sind gänzlich fahruntüchtig.

Trauert der Verein mit seinen rund 120 Mitgliedern dem bisherigen Standort in Möckern, an dem es seit 1907 einen Straßenbahnbetriebshof gab, nach? „Die Lage inmitten der Wohnbebauung ist natürlich ein Pluspunkt hinsichtlich des Publikumsverkehrs bei unseren Aktionstagen“, weiß Strobel aus Erfahrung. Durchschnittlich 700 bis 800 Besucher kamen zu jedem der jährlich fünf Schau- und Fahrtage. Andererseits stehe an der Wittenberger Straße mehr Platz zur Verfügung und perspektivisch würden im dortigen Umfeld auch neue Wohngebiete entstehen. „Wenn wir eingezogen sind, müssen wir erst mal laut bimmeln, also ordentlich Werbung machen.“ Beibehalten werde das bewährte Programm – also fünf Aktionstage, bei denen ehrenamtlich rund 30 Vereinsmitglieder im Einsatz sind. Weiterhin können dann auch Museumsführungen und Sonderfahrten mit historischen Bahnen gebucht werden.

Von Mario Beck

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