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Lokales Leipziger Straßenzeitung „KiPPE“ bietet Medienkurse für Menschen in sozialer Not an
Leipzig Lokales Leipziger Straßenzeitung „KiPPE“ bietet Medienkurse für Menschen in sozialer Not an
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17:39 29.04.2014
Ein Auge auf die Baustelle: Ein Teilnehmer der KiPPE-Medienwerkstatt testet sich mit der Technik aus. Quelle: Markus Dörk
Leipzig

Seit Anfang April können Verkäufer sowie Klienten des Suchtzentrums an Schreib- und Fotokursen teilnehmen. 

„Durch die Medienwerkstatt haben Teilnehmer die Möglichkeit, mal kreativ zu sein und dabei auch ihre beruflichen Chancen zu verbessern“, erklärte Redakteurin Sandy Feldbacher. Einige Teilnehmer ringen mit Alkoholismus oder Drogensucht und kommen oft nur schwer wieder in den Alltag, meinte sie. „Die Kurse helfen dabei, wieder einen Tagesrhythmus zu schaffen.“

Bis zu zehn Interessierte pro Kurs können sich im Schreiben und der Fotografie austesten. Dreimal in der Woche vermitteln die KiPPE-Redaktionsmitglieder, darunter auch ehemaligen freie Journalisten, kommunikative sowie technische Kenntnissen. „Der Fokus im Schreibkurs liegt auf journalistischen Methoden, aber Lyrik und Kurzgeschichte werden auch befördert“, sagte Feldbacher. Zukünftig werden auch Computer- und Layout-Kurse angeboten. Das Projekt wird drei Jahre lang vom bundesweiten Förderverein Aktion Mensch  finanziert.

Die Teilnehmer dürfen ihre eigenen Themen auswählen, um die Erfahrungen von Menschen aus schwierigen Verhältnissen darzustellen, so die KiPPE-Redaktion. Die Ergebnisse werden in Zukunft regelmäßig in der Straßenzeitung veröffentlicht. Am Ende der Medienwerkstatt werden eine öffentliche Lesung ausgewählter Texte und eine Fotoausstellung stattfinden.

Nach eigener Aussage beschäftigt die Straßenzeitung Verkäufer in sozialer Not: Personen die sozusagen „auf der Kippe“ stehen. Durch den Zeitungsverkauf können sie eine gewinnbringende Beschäftigung ausüben und in Kontakt mit der Gesellschaft bleiben. Die Zeitungen werden zuerst von den Verkäufern aus eigener Tasche bezahlt und für 1,80 Euro weiter verkauft. Von jedem verkauften Exemplar kann der Straßenhändler 80 Cent behalten.

Krysta Brown

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