Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Leipziger Studenten machen MDV im Netz fit
Leipzig Lokales Leipziger Studenten machen MDV im Netz fit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:20 07.07.2017
Juliane Vettermann, Dennis Bogen, Prof. Ulrich Nikolaus, Jakob Leue und Sandy Schmidt (von links) testen das neue Modul. Quelle: Foto: André Kempner
Anzeige
Leipzig

Der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) ist dabei, Ausflüglern das Umland von Leipzig schmackhaft zu machen. Auf seiner Internetseite mdv.de hat der Verbund sein Freizeitportal überarbeiten lassen. Federführend bei der Entwicklung dieses Freizeitmoduls waren Studenten der Hochschule für Technik, Wirtsschaft und Kultur (HTWK). „Wir verstehen uns nicht als Entwickler von Internetseiten“, kommentiert MDV-Sprecherin Juliane Vettermann die Entwicklung. „Aber wir wollen Appetit machen, den Nahverkehr zu nutzen.“

Mit der HTWK arbeitet der MDV bereits seit sechs Jahren zusammen – hauptsächlich, um die Internetseite des Verbundes zu optimieren. „Unsere Fahrgäste sollen sich leicht auf unseren Web-Seite informieren können“, so Vettermann. Zuvor hatte der Verbund dafür vor allem Broschüren genutzt. Die gibt es auch noch heute – neben dem Freizeitportal im Netz.

Bei Professor Ulrich Nikolaus vom Lehrbereich Multimediales Publizieren und Kommunikationsdesign stieß der MDV mit seinem Wunsch auf offene Ohren. „Es ist viel besser, wenn unsere Studenten eine reale Web-Seite verbessern können“, sagt er. So viele Fehler, wie in der Praxis auftreten könnten, seien gar nicht zu imitieren. Auch der Kontakt mit Auftraggebern aus der realen Wirtschaft sei für die Studenten wichtig: Dadurch lernen sie auf Kunden zuzugehen und deren Wünsche umzusetzen.

An dem MDV-Projekt arbeiten 20 Studenten, in der Regel aus älteren Semestern. In vier Gruppen haben sie Gestaltungentwürfe abgegeben und die Internetseiten gedanklich durchlaufen – um Schwachstellen auszumachen oder neue Symbole zu kreieren, die Nutzern das intuitive Arbeiten erleichtern.

Offenbar haben sich die Anstrengungen gelohnt. „Sei April ist unser neues Online-Angebot im Netz und seitdem haben es schon 14 000 Besucher genutzt – doppelt so viele wie zuvor“, berichtet Vettermann. Ausflügler können dort Rad- und Wandertouren sowie Städtetipps kennenlernen und gleich ihre Fahrpläne und Tarifinformationen erhalten. Damit dies auch unterwegs möglich ist, sind die Angebote über Handy und Tablet abrufbar. Neu in diesem Jahr ist ein Veranstaltungskalender, der von vielen Tourismus-Veranstaltern gepflegt und mit deren Internet-Angeboten verlinkt wird.

Federführend an der Überarbeitung beteiligt ist die Firma caveomedia, die der ehemalige HTWK-Student Patrick Friedrich mit seinem Partner Uwe Werner ins Leben gerufen hat. Studenten wie Jakob Leue schätzen die engen Kontakte zur Wirtschaft. „Die Termine und die Wünsche der Auftraggeber geben der Arbeit gleich viel mehr Gewicht“, sagt er. Professor Nikolaus hat schätzen gelernt, dass sich immer wieder neue Studenten mit den Web-Seiten befassen. „Sie haben einen unverstellten, frischen Blick darauf – wer zwei Jahre an einer Seite gearbeitet hat, ist nicht mehr so unbefangen“, sagt er. Leipzigs Wirtschaft nutzt die Zusammenarbeit mit der HTWK immer stärker. Professor Nikolaus hat inzwischen einen Auftrags-Vorlauf von drei Semestern.

Von Andreas Tappert

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die beiden Schneeleoparden Onegin und Laura haben im Leipziger Zoo ein neues Domizil bezogen. Das 14-jährige Männchen und das 16-jährige Weibchen wurden am Freitag in die neue Hochgebirgslandschaft Himalaya gebracht.

09.01.2018

Die Band Scooter macht heute Stopp in Leipzig auf ihrer "Wild & Wicked"-Tour. Ab 18 Uhr wird das Völkerschlachtdenkmal zur Kulisse für H.P. Baxxter und Co. Rund um das Denkmal ist mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen. Außerdem gibt es strenge Einlasskontrollen.

07.07.2017

Die Stadt stellt 13 Grundstücke für den Bau neuer Kindertagesstätten bereit. Investoren sollen bis Ende 2018 zusätzliche Plätze errichten – darunter in Systembauweise.

07.07.2017
Anzeige