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Lokales Leipziger Studenten übergeben Betonkanu an Eilenburger Unternehmen
Leipzig Lokales Leipziger Studenten übergeben Betonkanu an Eilenburger Unternehmen
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17:57 11.10.2018
Joshua Hack von der HTWK (links) und Martin Dubiel vom Ebawe manövrieren das Betonkanu auf dem Mühlgraben. Ein Video sehen Sie unter www.lvz.de. Quelle: Kathrin Kabelitz
Eilenburg

Das Erfolgsboot ist zurück an dem Ort, an dem es in Form gegossen wurde. Joshua Hack, Johanna Jachmann, Ludwig Hertwig und Jan Teuchert vom Beton-Kanu-Team der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) haben das aus Leichtbeton hergestellte Kanu „Eilenburg“ an die EBAWE Anlagentechnik übergeben. Das Eilenburger Unternehmen hatte die Studenten beim Bau unterstützt. Das Boot werde jetzt auf dem Gelände seinen Platz finden, sagt Geschäftsführer Jörg Navaratil. Ein neuer Geschäftszweig für die Firma, die Produktionsanlagen für Betonelemente für Kunden fertigt, sei damit zwar nicht entwickelt worden, die Zusammenarbeit mit der Hochschule werde aber fortgesetzt.

Als „Bieraten“ waren die Leipziger Ende Mai mit zwei Booten im holländischen Eindhoven am Start. Insgesamt waren 17 internationale Hochschulteams dabei. Die Wasserfahrzeuge sind jeweils fünf Meter lang, 70 Zentimeter breit und haben eine Wandstärke von nur fünf Millimeter. Gefertigt sind sie aus einer speziellen Leichtbeton-Mischung, zwischen zwei hauchdünnen Schichten sind Glasfasern eingelagert. Zu den Besonderheiten der „Eilenburg“ zählen Blähglas und Farbpigmente sowie ein Querschott, das für mehr Stabilität sorgt und eine neu konzipierte Reling.

Die „Eilenburg“ ist mit rund 42 Kilogramm das bisher leichteste der seit 2015 an der HTWK gebauten elf Kanus. Möglich sei dies nur durch die kontinuierliche Weiterentwicklung von Form und Mischung seit den letzten Regatten gewesen, sagt Ludwig Hertwig, der auch Vize-Kapitän des Teams ist. Einst gestartet sind die ersten Boote mit rund 80 Kilogramm, ein Plastik-Boot wiegt zwischen 25 und 30 Kilo. Prof. Dr. Klaus Holschemacher betreute die 15 Studenten, die meisten aus dem Fach Bauingenieurswesen.

Mit Hilfe des Eilenburger ist es entstanden und in Holland paddelten sie damit zum Erfolg – jetzt brachten Leipziger Studenten ihr selbstgebautes Betonkanu zurück nach Eilenburg.

2019 stehen die nächsten Rennen mit der EM in Heilbronn und dem Beton-Kano-Race in Holland an. Am 1. Oktober hat das Tüfteln wieder begonnen, an den Start dürfen nur neue Boote geschickt werden. Und die Konkurrenz hat die Bauten der Leipziger aufmerksam beobachtet und analysiert. Form vereinfachen, Schott niedriger setzen – vielleicht, so die Studenten, sind das erste Ansatzpunkte. „Viel leichter dürfen die Boote nicht werden“, sagt Hertwig. Dann seien sie nicht mehr schwimmfähig.

Von Kathrin Kabelitz

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